Wer in Berlin oder Brandenburg lebt, kommt an der umtriebigen Sängerin, Akkordeonistin, Performerin, Hörspiel- und Buchautorin AnniKa von Trier kaum vorbei. Ab 1993 trat sie als Palma Kunkel, die singende Tellermiene mit bemerkenswert gestalteter Kopfbedeckung, an illustren Orten wie dem Chamäleon Theater und dem Cirque du Soleil in Erscheinung. Seit 2014 nennt sie sich AnniKa von Trier. Immer wieder beschäftigt die Künstlerin sich in ihren Performances, Texten und Songs mit Berliner und Brandenburger Lebenswelten, mit historischen Figuren, interessanten, neu zu entdeckenden Geschichten. Gefeiert wurde ihre Performance „Hommage an Hannah Höch“, die sie mehrmals im Berliner Garten der bedeutenden Dada-Künstlerin und Pionierin der Fotomontage abgehalten hat.

Prinz Heinrich, ein kunstsinniger Lebemann

In ihrem „Brandenburger Brief – Bettine von Arnim an Achim von Arnim 1816“ war die Künstlerin in die Rolle der emanzipierten und politisch engagierten Schriftstellerin der Romantik geschlüpft und hatte einen fiktiven Brief an deren Mann Achim von Arnim geschrieben. Die Autorin kokettiert zwar im Rahmen ihres Kunstprojekts scherzhaft mit der Behauptung, sie habe den Brief zufällig in einem Kleiderschrank während ihres Stipendiums in Schloss Wiepersdorf (dem Familiengut der Arnims) entdeckt, doch dies ist Teil ihrer künstlerischen Inszenierung.