Die in Berlin lebende Sängerin Julia Vieregge geht auf Tournee quer durch Deutschland – mit „AnNa – Lass es Liebe sein“, einer Hommage an die Lieder von AnNa R. und Rosenstolz. Samt den größten Hits von „Liebe ist alles“ bis hin zu „Ich bin ich (Wir sind wir)“. Doch wie macht man das eigentlich? Wie geht man würdig mit dem Vermächtnis der großen AnNa R. um, die Millionen Menschen derart viel bedeutet? Ein Gespräch über „Schlampen“, Tränen und Beleidigungen – und was die Musik von Rosenstolz im Kern ausmacht.Frau Vieregge, wissen Sie noch, wie das bei Ihnen mit dem Singen losging?Es gibt diesen Song von ABBA, in dem es heißt: „Mama hat gesagt, ich konnte singen, bevor ich sprechen konnte.“ So ungefähr war es bei mir auch. Meine Familie hatte früher oft Stände auf Flohmärkten in Köln, und als Dreijährige habe ich dort mitgeholfen. Von dem Geld, das ich dort „verdient“ habe, kaufte ich mir eine Kinderukulele. Damit stand ich dann auf einem kleinen Mäuerchen, habe einfach nur auf den Saiten geschrabbelt und in Fantasie-Englisch „Eternal Flame“ von den Bangles gesungen. Nachträglich würde ich sagen: Das war mein erster Auftritt.
Stephanie Steinkopf/Ostkreuz
Zur Person
Julia Vieregge, geboren am 19. April 1985 in Troisdorf, Nordrhein-Westfalen, ist eine deutsche Sängerin, Schauspielerin, Synchronsprecherin und Webvideoproduzentin. Sie lebt mittlerweile in Berlin.







