Verfallender Zirkusbau in Hamburg: Ein Denkmal des Stillstands
Seit Jahren lässt die Eigentümerin die Schilleroper verrotten. Die Linke fordert, die Stadt Hamburg solle den historischen Zirkusbau übernehmen.
Schillerndes Gerippe: Geht es nach der Hamburger Linken, entsteht hier bald ein Ort für alle in staatlicher Hand
Christian Charisius/dpa
Als sei einem Zirkuszelt sein buntes Kleid entflogen, erinnert die Schilleroper heute eher an eine riesige rostfarbene Spinne. Doch einst feierte man hier im Stadtteil St. Pauli rauschende Matineen, Schillers „Wilhelm Tell“ wurde aufgeführt und Hans Albers ging ein und aus. Zuletzt wurde die Oper bis 2006 als Club genutzt, ein letztes Aufbäumen, bevor der Vorhang endgültig fiel. 2012 stellte die Stadt den verfallenden Bau wegen seiner Einzigartigkeit in ganz Deutschland schließlich unter Denkmalschutz.









