Wir-Gefühle und das DFB-Team: Im Rückwärtsgang
Bei der WM 2010 begeisterten sich viele an der Internationalmannschaft. Mit dem Erstarken der Nationalisten ist die Angelegenheit kompliziert geworden.
Das DFB-Team hat vielfältige Optionen: Hier kommt Jonathan Tah (r.) für Antonio Rüdiger
Federico Gambarini/dpa
Es war einmal ein deutsches Nationalteam, das von sehr vielen in diesem Land für sein schönes Spiel und seine kulturelle Vielfalt seiner Spieler geschätzt wurde. Es stand für modernen Fußball und eine moderne Gesellschaft, für einen kreativen sowie freiheitlichen, toleranten Geist. So ähnlich lautete damals während der Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika zumindest eine Erzählung, die sich großer Beliebtheit erfreute. Es war eine Geschichte des Fortschritts in eine bessere Zukunft. Der Begriff der „Internationalmannschaft“ fand damals in den Medien große Verbreitung.











