„Hast du eigentlich schon einen Hautarzttermin gemacht?“, fragt mich mein Partner, während ich meine rote, trockene Gesichtshaut unter einer dicken Schicht Creme vergrabe. Seit fünf Jahren habe ich Akne. Vor einem Jahr dachte ich, ich hätte es endlich hinter mir. Bis vor drei Monaten war ich mir sicher. Jetzt finde ich mich in derselben Position vor dem Spiegel wieder wie so oft schon: das Gesicht so nah an der glatten, kalten Oberfläche, dass es verzerrt aussieht. Mein Blick fokussiert sich auf meine Wangen, meine Nase und mein Kinn. Die Haut ist stark gerötet und von kleinen und großen Eiterpusteln übersät. Sie glänzt fettig, obwohl sie vor Trockenheit schmerzhaft spannt. Selbst das Lächeln tut weh. Kurz bevor meine Finger beginnen können, die kleinen Bläschen auszudrücken, stoppe ich mich. „Das macht es nur schlimmer“, wiederhole ich wie ein Mantra in meinen Gedanken.
Akne bei Erwachsenen: So sehr leidet die Psyche der Betroffenen
Menschen mit einer chronischen Hauterkrankung leiden auch daran, dass ihre Krankheit für alle sichtbar ist. Wie sehr sich das auf die Psyche auswirkt, hat unsere Autorin selbst erlebt.







