Immer mehr afrikanische Staaten betrachten Small Modular Reactors (SMR) – kleine modulare Kernreaktoren – als zentralen Baustein ihrer künftigen Energieversorgung. Die Technologie soll den Zugang zu Elektrizität verbessern und langfristiges Wirtschaftswachstum ermöglichen. Das schreibt Duggan Flanakin, Senior Policy Analyst beim US-Thinktank Committee for a Constructive Tomorrow.
Mindestens zehn afrikanische Länder prüfen derzeit aktiv den Einstieg in die Kernenergie. Bis Mitte der 2030er Jahre könnte auf dem Kontinent eine nukleare Erzeugungskapazität von rund 15 Gigawatt entstehen.
Kleine Reaktoren als Zukunft der Kernenergie
SMR gelten zunehmend als Zukunftstechnologie der Kernenergie in Afrika. Im Vergleich zu klassischen Atomkraftwerken sind sie kleiner, modular aufgebaut und können auch in Ländern mit schwächer ausgebauten Stromnetzen eingesetzt werden.
Besonders Ruanda treibt seine Atompläne voran. Eine aktuelle Überprüfung der nuklearen Infrastruktur durch die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEO) bescheinigt dem Land deutliche Fortschritte bei den Vorbereitungen seines Atomprogramms. Nach Angaben des IAEO-Teams zeugen die politische Unterstützung und die enge Koordination staatlicher Stellen von Ruandas langfristigem Engagement.










