Warum heißt ein aus Amsterdam stammendes Label für Bett- und Badtextilien ausgerechnet Suite702? Die Erklärung ist ein bisschen „farfetched“, aber eigentlich reizend: Der Name ist eine Anspielung auf die legendäre „Bed-in for Peace“-Aktion von Yoko Ono und John Lennon im Jahr 1969. Damals blieben die beiden während ihres Honeymoons eine Woche lang auf ihrem Hotelzimmer, um gegen den Krieg in Vietnam zu demonstrieren. Genauer: in der Suite 702 im Hilton in Amsterdam. Die Gründer Shirley Muijrers und Olaf Arkauer sind davon überzeugt, dass die Welt heute immer noch deutlich mehr „Bed Peace“ braucht und man gar nicht genug Zeit dort verbringen kann. Deshalb gründeten sie 2018 ihre eigene Marke und achten dabei seither auf beste Verarbeitung und höchste Umweltstandards sowie Farben, die entspannen und glücklich machen. Ganz neu sind die Strandtücher (in, klar: Hotelqualität), die in Zusammenarbeit mit dem niederländischen Künstler Karel Martens entstanden, inspiriert von seinem Kunstprojekt „Colours on the Beach“. Grafische Streifen in leuchtenden Farben. Eigentlich kein Hexenwerk, aber genau das, was man an heißen Tagen am Strand oder See sehen möchte. Im gleichen Design gibt es auch eine Geschenkbox Gästehandtücher – für alle, die im Sommer ständig Besuch bekommen. Yroli KopenhagenDie Sonne über KopenhagenZwei Freundinnen, die aus Frust über ihre Badezimmerschubladen voller ungeliebter Cremes und Öle eine eigene Kosmetikmarke gründen, so beginnt die Geschichte von Yroli im Jahr 2018. Möglichst einfach, schön und effektiv sollte ihr Sortiment werden. Das hat gut funktioniert, dieses Jahr wurde das Unternehmen für eines ihrer Produkte sogar mit dem Danish Beauty Brand Award ausgezeichnet, außerdem gibt es seit Neuestem auch einen Onlineshop für deutsche Kundinnen. Motto der Kosmetiklinie aus Kopenhagen: Skinimalism. Also wenige, aber hoch entwickelte Produkte aus dem Besten, was Natur und Labor hergeben, die wirklich einlösen sollen, was sie versprechen. Besonders gilt das natürlich für Sonnenschutz – die Yroli-Sonnencreme wurde mit einem fortschrittlichen und photostabilen UV-Filtersystem versehen, das auf der Haut einen Breitbandschutz vor UVA- und UVB-Strahlen gewährleisten soll. Die Formel zieht schnell ein und hinterlässt keinen Film auf der Haut, ist außerdem parfümfrei und „AllergyCertified“ – also auch für empfindliche Haut entwickelt. Und weil die Dänen eben immer an das Meer vor ihrer Haustür denken – korallenfreundlich ist dieser Sonnenschutz auch. DuetteAbkühlung fürs FensterIn diesen Tagen dreht sich alles um Hitzeschutzmaßnahmen für die eigenen vier Wände. Klimaanlagen, Ventilatoren, Eiswürfel in der Badewanne – Hauptsache, das Raumklima wird erträglicher. Der Hersteller Duette verweist in diesem Zusammenhang auf sein klassisches wie formschönes Kernprodukt: das Wabenplissee, das an der entscheidenden Einfallstelle für die Hitze arbeitet. Die charakteristische Wabenstruktur so eines Plissees bildet ein isolierendes Luftpolster am Fenster, das reduziert den Hitzeeintrag im Sommer deutlich und mildert die Temperaturspitzen ab. Die textile Konstruktion schützt zudem nicht nur vor direkter Sonneneinstrahlung, sondern filtert auch schädliche UV-Strahlung effektiv, was Möbeln, Büchern und Kunstwerken entgegenkommt. Im Winter sorgt das Wabenpolster übrigens dafür, dass der Wärmeverlust in geheizten Zimmern am Fenster um bis zu 55 Prozent reduziert wird, und ganzjährig wirken die Waben auch auf den Raumschall positiv ein. Diese Vorteile einer guten Jalousie stellen sich erst ein, wenn sie optimal ans Fenster angepasst ist – deshalb bietet Duette in Zusammenarbeit mit lokalen Händlern seine verschiedenen Modelle inklusive Aufmaß und Montage an. Klingt teuer, laut Händler ist so ein maßgefertigtes Plissee aber ab 150 Euro zu haben. Schönes Fensterkleid statt eines hässlichen Rüsselkastens, und man muss nicht mal selber beim Anbringen schwitzen? Wäre eine Überlegung wert … FreitagCoole KühlketteDie Taschen von Freitag vereinen vieles, was man gemeinhin mit der Schweiz verbindet. Sie sind praktisch, schnörkellos und sehr vernünftig. Der Hersteller aus Zürich-Oerlikon lässt seine Messenger Bags und andere Modelle schließlich schon immer aus ausrangierten Lkw-Planen fertigen, was aus ökologischer Sicht nachhaltig ist und einem das gute Gefühl gibt, etwas gegen unnötige Materialverschwendungen zu unternehmen. Jetzt gibt es mit der F738 Cool Bag eine neue Variante für schmelzendes Eis und akuten Kühlgetränkemangel bei 30 Grad plus. Die Tasche aus festen Silberplanen mit Klettverschluss, zusätzlichem Sicherheitsclip und Tragegurt hält den Inhalt bis zu zwei Stunden kühl, das isothermische Innenfutter lässt sich herausnehmen. Die Form ist gewohnt nüchtern, aber ein kleines Zugeständnis an die Pastellfarben des Sommers gibt es doch: Die Haltegriffe („aus rezykliertem Altplastik“) erinnern an milchiges Erdbeer-, Minz- und Mangosorbet.
Stilnews der Woche: formschöne Produkte zum Abkühlen
Draußen ist diese Woche ein bisschen zu viel Sommer, deshalb gibt’s hier ein paar formschöne Produkte zum Abkühlen.







