Frisch auf den Tisch

Noch sind die Blätter auf den Bäumen nicht bunt verfärbt, aber bis es so weit ist, kann man sich mit den neuen Serviettendesigns von Hay behelfen. Das dänische Unternehmen hat sich ja längst vom Möbelhersteller zu einem Vollausstatter für urbane Schönwohner entwickelt, bei dem man vom Sofa bis zur Zahnbürste alles im typisch nordisch-farbstarken Stil bekommt. Die neuen Servietten dürften dabei mit einem Preis von drei Euro zu den günstigsten Hay-Devotionalien gehören und präparieren den Esstisch schon mal mit einer Dosis frischer Farbe für die dunkle Jahreszeit. Problem dabei ist: Wenn man eigentlich nur schnell für die Servietten den Hay-Shop betritt, kommt man vermutlich zusätzlich noch mit einer Stehlampe, einem Mülleimer und einem Beistelltisch wieder raus.

(Foto: Glenmorangie)

Vierfach veredelt

Weil sogar für einen Traditions-Whiskyhersteller wie Glenmorangie die Tradition auf Dauer ein bisschen langweilig wird, hat man sich dort in Tain in den Northern Highlands vor sechs Jahren etwas Abwechslung im Sortiment überlegt. Immer im Herbst kommt seither unter dem Namen „A Tale of …“ eine limitierte Sonderabfüllung auf den Markt, für die sich Master Blender Dr. Bill Lumsden einen besonderen Reifeprozess einfallen lässt. Der neueste Zuwachs dieser Reihe wurde jetzt vorgestellt und hört auf den Namen „A Tale of Spices“. Für die namensgebende Würzigkeit wurde der Single Malt in einer ziemlich unorthodoxen, vierfachen Fasskombination ausgebaut: Marokkanische Rotweinfässer aus französischer Eiche sorgen für Gewürznoten, gekohlte Eichenfässer bringen reichhaltige Tiefe, getoastete Rotweinfässer bieten fein-fruchtige Noten, während Pedro-Ximénez-Sherryfässer dem Whisky noch eine gewisse Süße verleihen. Eine wilde Fahrt und ein kurzweiliger Whisky, der mit seinen Aromen wenn nicht auf den Gewürzmarkt, so doch auf jeden auf den bunten Herbst einstimmt.