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Der Beruf des Softwareentwicklers galt lange als das sicherste Versprechen in der digitalen Wirtschaft. Wer programmieren kann, so hieß es, wird gebraucht. Ich kann programmieren, und trotzdem habe ich in sechs Monaten rund 80 Bewerbungen verschickt. Auf neun von zehn kam eine standardisierte Absage, auf den Rest gar nichts. So fühlt sich ein Markt an, der über Fachkräftemangel klagt und mich zugleich im Dutzend abweist.

Die Zahlen erzählen keinen Untergang, sondern eine Umschichtung. Der Branchenverband Bitkom meldet weiter über 109.000 unbesetzte IT-Stellen. Zugleich brach die Zahl der ausgeschriebenen IT-Stellen 2024 laut Institut der deutschen Wirtschaft um gut ein Viertel ein, bei den hochqualifizierten Positionen sogar um rund ein Drittel, während die Zahl arbeitsloser Softwareentwickler binnen eines Jahres um mehr als ein Drittel auf rund 17.000 stieg. Mangel und Andrang treffen sich nicht. Gesucht werden die Erfahrenen. Abgewiesen werde ich, der Quereinsteiger, zusammen mit den anderen Einsteigern.