Laut Pablo Alabarces sorgt die WM nur für ein kurzes Ausblenden von Krise und Polarisierung. Ein Gespräch über Maradona, Messi, Menotti und Milei.

Argentinische Ikonen: Messi und Maradona als Mosaike aus Haarklammern

Jürgen Vogt

taz: Herr Alabarces, schauen Sie die WM?

Pablo Alabarces: Ich bin Fußballfan, ich liebe den Sport und habe jede Weltmeisterschaft seit 1970 verfolgt. Aber es gibt etwas, das mich bei Weltmeisterschaften zunehmend ermüdet. Ich schalte den Fernseher ein und sehe nichts anderes als Werbung, in der die Spieler die absurdesten Produkte anpreisen. Das geht mir ziemlich auf die Nerven. Und jetzt wird das Ganze auch noch durch die künstliche Intelligenz verschärft, weil sie es ermöglicht, die Spieler in noch mehr Werbespots auftreten zu lassen, als es ihre tatsächliche Zeit überhaupt erlauben würde.