Berlin und Brandenburg erwarten das heißeste Wochenende in der Region seit Beginn der Wetteraufzeichnungen mit Temperaturen jenseits der 40 Grad. Die Menschen schwitzen unter der Hitzeglocke.Trinken ist angesagt. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt zwei bis drei Liter Flüssigkeit am Tag. Sie hat einen speziellen Mix konzipiert, der dem Körper bei extremer Hitze guttut: die WHO-Trinklösung. Sie ersetzt Elektrolyte, die mit dem Schweiß ausgeschieden werden.
So kann jeder die WHO-Trinklösung einfach selbst herstellen: Ein Liter Wasser wird mit einer Tasse Orangensaft vermengt. Der enthält unter anderem Kalium. Dazu kommen vier Teelöffel Zucker und etwas mehr als ein halber Teelöffel Salz.
Diese Rehydrationslösung hat vor allem zwei Effekte: Die Kombination aus Glukose und Natrium ermöglicht es dem Darm, Wasser besonders effizient aufzunehmen. Das ist der eigentliche Vorteil gegenüber reinem Wasser. Außerdem werden dem Organismus Natrium und Kalium wieder zugeführt. Diese sind wichtig für Nerven, Muskeln und den Flüssigkeitshaushalt.
WHO-Mix zur Behandlung von Cholera
Die WHO-Mischung ist nicht als alltägliches Getränk gedacht, sondern eignet sich für extreme Hitzeperioden wie die, die Berlin seit Tagen fest im Griff hat. Für die meisten Menschen reicht bei sommerlicher Hitze Wasser, kombiniert mit ausgewogener Ernährung. Patienten mit Herz-, Nieren- oder Lungenerkrankungen sowie schweren Leberleiden sollten bei großer Hitze dosiert trinken und sich vorab mit ihrem Hausarzt besprechen.Ursprünglich wurde die WHO-Trinklösung seit 1961 zur Behandlung von Cholera eingesetzt. Insbesondere in schwach entwickelten Ländern galt sie als eine tragende Säule bei der Behandlung epidemisch auftretender Infektionserkrankungen des Magen-Darm-Trakts.















