Ein 17-jähriger Bewohner einer Jugendhilfeeinrichtung in Frankreich ist auf einer Baustelle verprügelt und zurückgelassen worden. Fünf Tage später starb er im Krankenhaus. Wie französische Medien berichten, werden nun fünf junge Männer im Alter von 17 und 19 Jahren angeklagt. Sie sollen die Tat gefilmt und online geteilt haben.
»Die gesammelten Beweise lassen darauf schließen, dass diese äußerst schwerwiegenden Taten vorsätzlich begangen wurden«, so ein Polizeikommissar bei einer Pressekonferenz in Narbonne. Die Angeklagten hätten das Opfer am 19. Juni in einen Hinterhalt gelockt, »um es dort zu Tode zu prügeln«.Ein Bekannter der jungen Männer habe kurz danach ein Video der Tat auf seinem Handy erhalten und die Feuerwehr alarmiert. Das Opfer konnte jedoch erst am nächsten Morgen schwer verletzt und bewusstlos gefunden werden. Die Angeklagten haben der Polizei zufolge die Gewalttaten nur teilweise zugegeben. Mehrere hätten behauptet, einfach mitgemacht zu haben, ohne zu wissen, was sie taten.
Jugendlicher erstattete wohl bereits AnzeigeDie Anklage lautete zunächst versuchter Mord. Da jedoch während der Anhörung vor dem Untersuchungsrichter der Tod des 17-jährigen Louis bekannt wurde, wird dem Sprecher zufolge erwartet, dass die Teenager nun eine Mordanklage erwartet.Louis lebte seit Anfang Mai in einer Notunterkunft der Jugendhilfe. Informationen der Zeitung »L'Indépendant« zufolge hatte er in den Wochen vor seinem Tod bereits zwei Anzeigen wegen schwerer Körperverletzung erstattet.








