PfadnavigationHomeRegionalesRheinland-Pfalz & SaarlandWie Pflegeheime auf die Hitze reagierenStand: 10:02 UhrLesedauer: 2 MinutenBeschattung, grüne Außenflächen und mehr - Pflegeheime beschäftigen sich viel mit dem Thema Hitzeschutz, kurz- wie langfristig. (Symbolbild)Quelle: Elisa Schu/dpaDie langanhaltende Hitzephase stellt Pflegeheime vor große Herausforderungen. Sie tun eine ganze Menge, um Bewohner zu schützen. Das hat aber auch seinen Preis.Mit einem ganzen Bündel an Maßnahmen reagieren Pflegeheime in Rheinland-Pfalz auf die Hitze. Dazu gehörten engmaschige Kontrollen, ob Bewohnerinnen und Bewohner genug Flüssigkeit zu sich nehmen, zusätzliche Trinkangebote oder wasserreiche Speisen, erklärte der Geschäftsführer der Pflegegesellschaft Rheinland-Pfalz, Sebastian Rutten, der Deutschen Presse-Agentur.Außerdem würden Aktivitäten in kühlere Tageszeiten verlagert, Einrichtungen erarbeiteten Lüftungs- und Beschattungskonzepte. Mitarbeitende achteten genauer auf Bewohnerinnen und Bewohner, um möglichst früh durch Hitze bedingte gesundheitliche Veränderungen zu erkennen, sagte Rutten. «In vielen Einrichtungen kommen außerdem kühlende Maßnahmen wie feuchte Tücher, leichte Bettwäsche oder gekühlte Aufenthaltsbereiche zum Einsatz.»Es drohen ernste gesundheitliche FolgenZu den größten Risiken an heißen Tagen gehöre definitiv der Flüssigkeitsmangel, sagte Rutten. Hinzu kämen Kreislaufprobleme, Schwankungen des Blutdrucks, Erschöpfungszustände, die Verschlechterung bestehender Herz-Kreislauf-Erkrankungen und eine erhöhte Sturzgefahr. Auch könne es zu Hautproblemen oder hitzebedingten Irritationen kommen.Ganz besondere Herausforderungen gibt es Rutten zufolge in der ambulanten Pflege. «Pflegebedürftige Menschen leben häufig allein oder verbringen einen Großteil des Tages ohne durchgehende Betreuung.» Gerade Wohnungen in Dachgeschossen oder dicht bebauten Stadtgebieten könnten sich über mehrere Tage hinweg stark aufheizen und kühlten nachts nur unzureichend ab.Besondere Herausforderungen bei ambulanter BetreuungZwar achteten Pflegekräfte auch hier auf die Aufnahme von Flüssigkeit, auf die Raumtemperatur und mögliche gesundheitliche Folgen der Hitze. «Anders als in stationären Einrichtungen besteht jedoch keine permanente Beobachtung, sodass Risiken teilweise erst verzögert erkannt werden können.» Hinzu komme die Belastung für Mitarbeitende in der Pflege, die während ihrer Touren zwischen aufgeheizten Fahrzeugen und Wohnungen unterwegs seien.«Das Thema Hitzeschutz hat in den vergangenen Jahren erheblich an Bedeutung gewonnen», betonte Rutten. Inzwischen verfügten viele Einrichtungen über eigene Hitzeschutzkonzepte. Auch Arten und Weisen, wie beschattet werden könne, begrünte Außenbereiche, Sonnensegel oder andere bauliche Maßnahmen zur Reduzierung der Raumtemperaturen beschäftigten die Häuser zunehmend. «Aus Sicht der Pflege ist Hitzeschutz inzwischen ein fester Bestandteil des Risikomanagements geworden.»Verbunden sei das mit erheblichen Investitionskosten, erklärte Rutten. «Hier besteht aus Sicht der Pflegebranche weiterer Handlungsbedarf, damit der Schutz vulnerabler Menschen langfristig sichergestellt werden kann.» Für Pflegebedürftige sei Hitze weit mehr als eine Frage des Komforts. «Sie kann innerhalb kurzer Zeit zu ernsthaften gesundheitlichen Problemen führen.»dpa-infocom GmbH
Wie Pflegeheime auf die Hitze reagieren - WELT
Die langanhaltende Hitzephase stellt Pflegeheime vor große Herausforderungen. Sie tun eine ganze Menge, um Bewohner zu schützen. Das hat aber auch seinen Preis.













