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Editorial: Die gefährlichste Ausrede Deutschlands Die Rentendebatte zeigt, was gerade Deutschlands größtes Problem ist: eine Kultur des Wartens. Dabei beginnt Erneuerung nicht erst, wenn alle Zumutungen verschwunden sind.

Sebastian Matthes 26.06.2026 - 04:00 Uhr Artikel anhörenHandelsblatt-Chefredakteur Sebastian Matthes Foto: Max Brunnert für HandelsblattNatürlich kann man die Vorschläge der Rentenkommission kontrovers diskutieren. Man kann argumentieren, dass sie zu spät kommen. Dass sie Fehler der vergangenen Jahre nicht korrigieren (die Mütterrente, die verlängerte Haltelinie). Aber man kann die 33 Vorschläge auch anders sehen: als einen Anfang. Immerhin haben sich Kanzler Friedrich Merz und Sozialministerin Bärbel Bas ohne das übliche Drama hinter die Vorschläge gestellt, bislang ohne wochenlangen Koalitionskrach.Man könnte all dies als einen guten Anfang sehen, einen Ausgangspunkt für weitere Reformschritte, die nun zweifellos folgen müssen. Stattdessen aber sortiert sich das Land fast augenblicklich wieder in seine vertrauten Rollen: den einen geht all das nicht weit genug, den anderen viel zu weit, wieder andere warnen vor dem Verschwinden von Millionen Jobs.An der Kritik ist nichts falsch. Im Gegenteil: Eine Reform, über die nicht gestritten wird, ist wahrscheinlich keine. Auffällig ist nur, wie schnell Deutschland aus so einem Anfang ein Defizit macht. Noch bevor die Frage gestellt ist, was sich daraus entwickeln könnte, beginnt die Beweisführung, warum es so aber nicht geht. Mehr zum Thema Unsere Partner Anzeige remind.me Jetziges Strom-/Gaspreistief nutzen, bevor die Preise wieder steigen Anzeige ImmoScout Jetzt kostenlos den Wert deiner Immobilie ermitteln Anzeige FREITAG® Immobilien FREITAG® Immobilien – Ihr Makler und Gutachter für München & Starnberg Anzeige Presseportal Direkt hier lesen! Anzeige STELLENMARKT Mit unserem Karriere-Portal den Traumjob finden Anzeige Expertentesten.de Produktvergleich - schnell zum besten Produkt