Kennen Sie Kurt Tucholskys Gedicht „Das Ideal“? Er beschreibt darin sehr plastisch und komisch, dass wir Menschen niemals mit dem Ist-Zustand zufrieden sind, es immer gerne noch ein bisschen schöner, komfortabler, aufregender und abwechslungsreicher hätten. „Ja, das möchste: eine Villa im Grünen mit großer Terrasse, vorn die Ostsee, hinten die Friedrichstraße, mit schöner Aussicht, ländlich-mondän, vom Badezimmer ist die Zugspitze zu sehn, aber abends zum Kino hast du’s nicht weit“, heißt es in dem Gedicht.