Zelt, Klappstuhl und eine Wurststulle aus der Kühltasche. Frühere Generationen konnte man damit glücklich machen. Sie hatten kein WLAN, keine Restaurantliste und vor allem: keine Beschwerden.Ganz anders bei den Millennials und der Gen Z. Es geht nicht mehr darum, irgendwo zu sein. Es geht darum, irgendwo zu sein, wo es exakt so aussieht wie das Moodboard auf Pinterest, das man sich vor sechs Monaten angelegt hat: Boho-Interieur, Infinity Pool mit Meerblick, vegane Chia Açai Bowl beim Frühstück.

Boomer gegen Millennials: Wer ist die tragischere Figur?

Der klassische Boomer, und Vorlage für zahlreiche Witze über deutsche Urlauber, hatte eine einzige Anforderung an den Urlaub: Schnitzel mit Pommes, und zwar am liebsten auf der Speisekarte in Deutsch ausgeschrieben. Gab es das, war alles gut. Gab es das nicht, folgten Diskussionen mit der hilflosen Bedienung auf Deutsch.

Diese Anspruchshaltung war aber nicht aus Entitlement geboren – also dem Verhalten, zu glauben, am Urlaubsort stünden einem besondere Rechte oder Privilegien zu –, sondern aus Angst und Unkenntnis. Viele der Generation unserer Eltern und Großeltern konnten schlicht kein Englisch. Sie wollten nichts Falsches sagen und schon gar nichts Falsches bestellen.