Ist uns Menschen im Sommer heiß, schwitzen wir. Das ist zwar nicht immer angenehm, funktioniert aber hervorragend als Abkühlung für den Körper. Über die Schweißdrüsen gelangt Wasser aus dem Körper nach außen. Dort verdunstet es, und die Haut kühlt sich ab. Nur sehr wenige Tierarten können ähnlich wie Menschen am ganzen Körper schwitzen, Pferde zum Beispiel. Doch die allermeisten Tiere haben nur wenige oder keine Schweißdrüsen und müssen andere Wege finden, um sich abzukühlen. Ist Hunden heiß, hecheln sie mit geöffnetem Maul und heraushängender Zunge. Dabei verdunstet Wasser, und Wärme wird abtransportiert. Andere Tiere haben simple, aber geniale Strategien: Fische etwa schwimmen einfach in tieferes Wasser – dort ist es kühler. Welche Tiere auch noch besonders raffinierte Methoden entwickelt haben, sich abzukühlen, steht im Folgenden.

Körper als Kühlakku

Einige Seesterne an der Westküste Nordamerikas leben auf Muschelbänken. Ist der Meeresspiegel bei Flut hoch, haben sie es im Wasser schön kühl. Bei Ebbe sitzen sie allerdings in der prallen Sonne auf dem Trockenen. Um nicht zu überhitzen, haben die Tiere eine besondere Methode entwickelt: Sie pumpen sich bei Flut mit kaltem Meerwasser voll. Das speichern sie über viele Stunden im Körperinneren. Beim nächsten Sonnenbad kühlt das Wasser sie von innen wie ein eingebauter Kühlakku.