PfadnavigationHomeSportFußballWMFinalstadion in New York„Das ist Wahnsinn, wie stumpf dieser Rasen ist“Stand: 01:12 UhrLesedauer: 3 MinutenIn der achten Minute antwortet Ecuador auf Deutschlands Blitztor und gleicht aus. Nilson Angulo trifft nach Nmechas Ballverlust durch die Beine von Pavlovic zum Ausgleich. Sehen Sie das 1:1 hier im Video.Deutschland enttäuscht auf ganzer Linie gegen Ecuador. Neben dem Gegner bereitet der Elf von Julian Nagelsmann auch der Rasen Probleme. Schon Franzosen und Brasilianer beschwerten sich über das Finalstadion.Joshua Kimmich wollte einen Pass aus dem Strafraum an die Seitenlinie spielen, um sich seines Gegenspielers zu entledigen. Der Kapitän der deutschen Nationalmannschaft legte sich beim enttäuschenden 1:2 gegen Ecuador den Ball mit einem scharfen Pass vor und rannte hinterher. Doch dann stockte sein Versuch, der Ball blieb auf dem stumpfen Rasen im riesigen MetLife Stadium vor den Toren New Yorks einfach liegen. Wie so oft im abschließenden Gruppenspiel. Der Rasen bereitete den Spielern große Probleme. Immer wieder wurden Ballstafetten unterbrochen, weil sich das Spielgerät verlangsamte. Ein geordnetes Kurzpassspiel war kaum möglich. „Das ist Wahnsinn, wie stumpf dieser Rasen ist“, sagte TV-Experte Jürgen Klopp bei MagentaTV. Als Ausrede wollte die deutsche Mannschaft den Rasen aber nicht gelten lassen. „Mit Sicherheit gibt es bessere Platze. Doch wir Spieler sollten das nicht thematisieren“, sagte etwa Keeper Manuel Neuer. Normalerweise spielen in der riesigen Arena die Footballer der New York Giants auf Kunstrasen. Extra für die Weltmeisterschaft ließ die Fifa einen Naturrasen verlegen. Das Problem hierbei ist offensichtlich der Untergrund. Der Rasen wurde auf Beton ausgerollt und auf 15 bis 17 Millimeter hinuntergeschnitten.Die französische Nationalmannschaft hat bereits beim 3:1 gegen Senegal schlechte Erfahrungen mit dem Rasen gemacht. „Der Rasen … ich weiß gar nicht, ob man ihn so nennen kann. Er fühlte sich eher wie ein künstlicher Belag an – ziemlich hart und ziemlich starr“, sagte Adrien Rabiot. Und auch sein Trainer Didier Deschamps kritisierte den Untergrund: „Weil hier eine Betonplatte unter dem Rasen ist, sind die Grasfasern sehr kurz. Der Ball springt anders, und der Platz verändert sich, je nachdem, wie er gewässert wird.“ Bewässerungspläne für jeden SpielortDer Platz wurde vor dem Spiel, während der Trinkpausen und in der Halbzeit gewässert. Bei Temperaturen jenseits der 30 Grad in einem Stadion, das nicht überdacht ist und somit keinen Schatten bietet, hielt dieser Effekt nur sehr kurz an. „Dieses Kurzpassspiel ist hier sehr schwierig. Der Rasen ist einfach zu stumpf. Er wird zwar gewässert, aber das hält nur fünf Minuten an“, sagte ARD-Experte Bastian Schweinsteiger. Im MetLife Stadium finden insgesamt acht WM-Spiele statt – darunter auch das Finale am 19. Juli. Schon jetzt zeigen sich auf dem Rasen braune Flecken. „Optische Unterschiede bei einigen Spielflächen – ob im Fernsehen oder vor Ort – spiegeln nicht zwangsläufig die Qualität, den Zustand oder die Bespielbarkeit des Rasens wider“, erklärte die Fifa dazu. Für alle Spielorte gäbe es spezielle Bewässerungspläne. Außerdem würden sämtliche Spielflächen während des gesamten Turniers kontinuierlich überwacht, hieß es in einer Erklärung weiter. step