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Nach fast einem Jahr Prozess hat ein Berliner Palliativarzt erstmals umfassend ausgesagt – und zwölf Tötungen seiner Patienten eingeräumt. Die Erklärung des 41‑Jährigen erschüttert Angehörige im Gerichtssaal.

Fast ein Jahr nach Beginn eines Mordprozesses gegen einen Palliativarzt in Berlin darf der Mediziner am Morgen erstmals den verglasten Bereich im Landgericht verlassen. Er setzt sich neben seine Verteidiger. Und dann gesteht er 12 der 15 angeklagten Taten und gibt damit die Tötung seiner Patientinnen und Patienten zu.

„Ich bin erst jetzt in der Lage, mein Handeln zu erklären und übernehme die Verantwortung für meine Taten“, erklärt der Angeklagte gefasst. „Ich entschuldige mich für das viele Leid, das ich über sie gebracht habe“, sagt der 41-Jährige an Angehörige sowie seine Familie und Kollegen gerichtet.

Der Deutsche steht seit Juli 2025 vor dem Landgericht Berlin, weil er im Rahmen seiner Tätigkeit als Palliativarzt im Zeitraum von September 2021 bis Juli 2024 Patienten getötet haben soll. Er wurde Anfang August 2024 verhaftet und befindet sich seitdem in Untersuchungshaft. Die Berliner Staatsanwaltschaft wirft dem promovierten Mediziner Mord aus Heimtücke und sonstigen niedrigen Beweggründen vor.