Berlin (dpa/bb) - Der Prozess gegen einen Palliativmediziner wegen Mordes in 15 Fällen geht nach fast einem Jahr in die Schlussphase. Vor dem Berliner Landgericht sollen am Donnerstag (9.30 Uhr) nach bisherigen Planungen die Plädoyers beginnen. Der 41 Jahre alte Angeklagte hatte nach monatelangem Schweigen überraschend gestanden, zwölf schwer kranke Patientinnen und Patienten bei Hausbesuchen getötet zu haben. Die Staatsanwaltschaft hat zunächst 15 Fälle im Zeitraum von September 2021 bis Juli 2024 angeklagt. Der Palliativarzt habe sich als „Herr über Leben und Tod“ geriert, heißt es in der Anklage. Er habe zwölf Frauen und drei Männern jeweils ein tödliches Gemisch verschiedener Medikamente verabreicht. Mehrmals habe er Feuer gelegt, um Spuren zu vertuschen. Parallel zum Prozess laufen laut Behörde die Ermittlungen zu derzeit 76 Fällen weiter.Der Deutsche wurde Anfang August 2024 verhaftet und befindet sich seitdem in Untersuchungshaft. Er gab in der vorigen Woche am 54. Verhandlungstag zwölf Tötungen zu, die er als angestellter Arzt begangen habe. Er habe sich eingeredet, das Richtige zu tun und Patienten „Leid und Siechtum“ zu ersparen, hieß es in seiner Erklärung. Nach einem psychiatrischen Gutachten ist der 41-Jährige voll schuldfähig.© dpa-infocom, dpa:260702-930-319266/1
Mordprozess gegen Palliativarzt – Plädoyers werden erwartet
Berlin (dpa/bb) - Der Prozess gegen einen Palliativmediziner wegen Mordes in 15 Fällen geht nach fast einem Jahr in die Schlussphase. Vor dem Berliner Landgericht sollen am Donnerstag (9.30 Uhr) nach bisherigen Planungen die Plädoyers beginnen. Der 41 Jahre alte Angeklagte hatte nach monatelangem Schweigen überraschend gestanden, zwölf schwer kranke Patientinnen und Patienten bei Hausbesuchen getötet zu haben. Die Staatsanwaltschaft hat zunächst 15 Fälle im Zeitraum von September 2021 bis Juli 2024 angeklagt. Der Palliativarzt habe sich als „Herr über Leben und Tod“ geriert, heißt es in der Anklage. Er habe zwölf Frauen und drei Männern jeweils ein tödliches Gemisch verschiedener Medikamente verabreicht. Mehrmals habe er Feuer gelegt, um Spuren zu vertuschen. Parallel zum Prozess laufen laut Behörde die Ermittlungen zu derzeit 76 Fällen weiter.Der Deutsche wurde Anfang August 2024 verhaftet und befindet sich seitdem in Untersuchungshaft. Er gab in der vorigen Woche am 54. Verhandlungstag zwölf Tötungen zu, die er als angestellter Arzt begangen habe. Er habe sich eingeredet, das Richtige zu tun und Patienten „Leid und Siechtum“ zu ersparen, hieß es in seiner Erklärung. Nach einem psychiatrischen Gutachten ist der 41-Jährige voll schuldfähig.© dpa-infocom, dpa:260702-930-319266/1









