PfadnavigationHomeSportFußballTragödie in FrankreichFußballprofi (21) nach Badeunfall für hirntot erklärtStand: 16:28 UhrLesedauer: 2 MinutenKenzo Kies verunglückte in einer Zone, in der das Schwimmen wegen lebensgefährlicher Strömungen und starker Wellenbildung strikt untersagt istQuelle: picture alliance/MAXPPP/Gaëlle GERMAINAuch in Frankreich ist es unerträglich heiß. Kenzo Kies verleitet es dazu, sich in der Rhône abzukühlen. An der Stelle ist das Baden strikt untersagt. Dem 21-Jährigen vom EA Guingamp wird der Leichtsinn zum Verhängnis.Der französische Fußball trauert nach einem tödlichen Badeunfall um Nachwuchsspieler Kenzo Kies. Der 21-Jährige vom Zweitligisten EA Guingamp kam nahe seiner Geburtsstadt Lyon ums Leben. Kies sei am Montag mit Freunden bei Temperaturen um 40 Grad in der Rhône baden gewesen, berichteten französische Medien. Das Baden sei an dieser Stelle gefährlich. Wie der französische Privatsender BFMTV enthüllte, wurde Kies im Krankenhaus für hirntot erklärt.Das Unglück geschah im Bereich des Parc de la Feyssine zwischen den Gemeinden Villeurbanne und Caluire-et-Cuire – einer Zone, in der das Schwimmen wegen lebensgefährlicher Strömungen und starker Wellenbildung strikt untersagt ist.Gegen 17.30 Uhr soll sich Kies gemeinsam mit Begleitern ins Wasser begeben haben, um angesichts der extremen Hitze Abkühlung zu finden. Doch die tückische Strömung überraschte die jungen Männer. Zwei von ihnen schafften es laut BFMTV aus eigener Kraft ans Ufer, eine weitere Person musste von Rettungskräften wiederbelebt werden.Lesen Sie auchKies soll untergegangen und zunächst verschwunden gewesen sein. Erst Feuerwehrtaucher hätten den Flügelspieler aus dem Wasser ziehen können, wie „t-online“ berichtete. Es soll demnach zwar zunächst gelungen sein, ihn zu reanimieren, jedoch wurde im Krankenhaus der Hirntod festgestellt. Die Staatsanwaltschaft Lyon nahm Ermittlungen zum genauen Ablauf des Unglücks auf. Frankreich beklagt seit Tagen etliche Tote durch BadeunfälleAuch in Frankreich gibt es angesichts der großen Hitzewelle viele Badeunfälle mit Todesopfern. Die hohen Temperaturen verleiten die Menschen, in unbewachte Gewässer zu springen – mit fatalen Konsequenzen. Seit dem vergangenen Wochenende sind landesweit bereits rund 20 Personen ertrunken, überwiegend junge Menschen, wie die „Sport Bild“ schreibt.Lesen Sie auchSportministerin Marina Ferrari richtete angesichts der dramatischen Lage einen eindringlichen Appell an die Bevölkerung: „Das Baden in unbewachten Zonen ist kein Kinderspiel.“ Sie forderte die Menschen auf, Sicherheitswarnungen ernst zu nehmen und ausschließlich überwachte Badestellen aufzusuchen.Kies‘ Klub teilte den Tod in einem Post bei X mit. Andere Vereine wie die AS Monaco reagierten mit betroffenen Kommentaren auf die tragische Nachricht. Auch Kies’ früherer Klub AS Saint-Étienne reagierte erschüttert. Dort hatte der Jungprofi, der im vorigen Sommer nach Guingamp wechselte und dort in der zweiten Mannschaft spielte, sieben Jahre im Nachwuchs verbracht.Sein Trainer Jean-Baptiste Le Bescond äußerte sich gegenüber der Regionalzeitung „Ouest-France“: „Das ist ein großer Schock. Es wird eine schwere Prüfung für die Mannschaft. Ich denke, wir sollten für die Trainingswiederaufnahme am 6. Juli psychologische Unterstützung organisieren.“pk/dpa