Ein Team von Wissenschaftler:innen des Korea Institute of Geoscience and Mineral Resources (KIGAM) aus dem südkoreanischen Daejeon hat eine Methode entwickelt, um feuchten Kaffeesatz in sehr kurzer Zeit in feste Biokohle umzuwandeln. Wie in einer im Fachmagazin Chemical Engineering Journal veröffentlichten Studie detailliert beschrieben wird, benötigt dieser thermochemische Prozess lediglich 90 Sekunden. Dabei wird das Ausgangsmaterial direkt aus dem anfallenden Abfallstrom entnommen und erfordert keinerlei logistisch aufwendige Vorbehandlung.Anzeige
Bislang scheiterte die wirtschaftliche Nutzung von Kaffeesatz als Brennstoff an seinem hohen Wassergehalt von rund 55 Prozent, der eine energieintensive Trocknung vor der Weiterverarbeitung erforderlich machte. Das neue Verfahren der koreanischen Forscher:innen nutzt nun eine sogenannte Flammen-Plasma-Pyrolyse, die den feuchten Rohstoff bei atmosphärischem Druck und Temperaturen zwischen 800 und 900 Grad Celsius direkt behandelt. Diese Plasmaflamme wird durch die kontrollierte Verbrennung von Flüssiggas und Druckluft erzeugt, wodurch der Strombedarf der Anlage im Vergleich zu rein elektrischen Plasmasystemen extrem gering ausfällt.
Feuchtigkeit als chemischer Beschleuniger








