Illustration Jasmin Hegetschweiler / NZZDie Schweiz gewinnt das dritte Gruppenspiel gegen Kanada. Doch es hätte auch anders kommen können. Eine visuelle Analyse.25.06.2026, 11.51 Uhr3 LeseminutenDie Schweizer Fussballer haben sich mit dem 2:1 gegen Kanada den Gruppensieg gesichert, doch sie müssen sich den Sieg in Vancouver mit Geduld erkaufen. In der ersten Halbzeit geben sie zwar den Ton an und haben rund 70 Prozent Ballbesitz, aber klare Torchancen erspielen sie sich nur eine; Breel Embolo vergibt nach 11 Minuten.Optimieren Sie Ihre BrowsereinstellungenNZZ.ch benötigt JavaScript für wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.Bitte passen Sie die Einstellungen an.Doch dann legen sie nach der Pause mit einem Blitzstart das Fundament für den Sieg:Luca Jaquez ist der Überraschungsmann im Schweizer Team, er spielt zum ersten Mal von Anfang an, als rechter Verteidiger. Auf dieser Position hat der Trainer Murat Yakin an der WM zuvor auf Denis Zakaria und Silvan Widmer gesetzt. Und jetzt, gegen Kanada, kommt der 23-jährige Jaquez zum Zug.Eigentlich ist er in der Innenverteidigung zu Hause. Doch Jaquez überzeugt gegen Kanada auf seiner neuen Position, er ist einer der Gewinner des Tages. In der Defensive lässt er über seine Seite wenig zu. Zudem hat er bei beiden Toren seine Füsse im Spiel. Das erste leitet er mit dem Steilpass auf Manzambi ein, das zweite mit einem langen Ball in Richtung Breel Embolo.Das zeigen Daten, die der NZZ von Opta zur Verfügung gestellt wurden.Neben Jaquez sind auch Johan Manzambi und Breel Embolo an beiden Schweizer Toren beteiligt. Manzambi, der nach seinen zwei Treffern gegen Bosnien-Herzegowina zum ersten Mal an dieser WM von Anfang an spielen darf, bereitet das erste Tor mit einem Lauf in die Tiefe und einem Pass auf Rubén Vargas vor. Das zweite erzielt er selbst. Und profitiert dabei von der Vorarbeit des Mittelstürmers Breel Embolo, der sich gegen zwei Gegner behauptet. Schon beim ersten Treffer hat Embolo mitgewirkt, weil er mit seiner Wucht die gegnerischen Verteidiger beschäftigte – und so ermöglichte, dass der Ball zu Vargas gelangen konnte.Das Tor zum 2:0 von Manzambi fällt in der 57. Minute. Danach sind die Kanadier gefordert und kommen immer besser ins Spiel. Den Schweizern gelingt es nicht mehr, den Ball zu kontrollieren.Nach dem zweiten Goal gelingt der Schweiz kein Abschluss mehr. Trotz dem kanadischen Schlussfeuerwerk, das ihnen eigentlich Räume bieten müsste, gelingt es ihnen nicht, zu Konterchancen zu kommen. Kanada gelingt nach 76 Minuten der Anschlusstreffer. Und das Team drückt danach auf den Ausgleich. Am Ende hat der Co-Gastgeber einen xG-Wert von 1,66 herausgespielt und die Schweiz einen von 1,16.Dass sich das Spielgeschehen nach dem 2:0 verändert, liegt in der Natur der Sache. Doch wie sehr den Schweizern das Spiel entgleitet, gerade nach der Trinkpause, wirft Fragen auf. Wenn in der K.-o.-Phase bessere Gegner auf die Schweizer warten, werden sie sich das nicht mehr erlauben können.Wie die Daten erhoben wurdenDie Daten werden der NZZ von Opta zur Verfügung gestellt. Das Unternehmen nutzt Videobilder, um mittels Bilderkennung die Position der Spieler und des Balles zu ermitteln. Jede Ballaktion erhält eine Kategorie, etwa «Schuss aufs Tor» oder «Foul». Diese Daten bilden die Grundlage der Analyse.Passend zum Artikel