Sogar zweimal durften die Limp-Bizkit-Fans den Megahit „Break Stuff“ mit dem Frontsänger Fred Durst an diesem Berliner Mittwochabend einander in die Ohren schreien. Im Innenraum der Berliner Wuhlheide dreht die Masse komplett durch. Die hohen Temperaturen am Mittwochabend hielten die Fans nicht ab, sich völlig zu verausgaben. Als der Gitarrist Wes Borland anfängt, das berühmte Riff zu schreddern, ist es bereits um die meisten geschehen: Mitgerissen springen sie in den Moshpits durcheinander.

Wenn man die Band Limp Bizkit nicht kennt oder sich noch nicht so viel mit ihnen beschäftigt hat, könnte der erste Eindruck durchaus etwas verwirrend sein. Ein Ende 50-jähriger Frontmann in Baggy-Shorts und Baseball-Cap, daneben ein komplett schwarz verkleideter und maskierter Gitarrist. Ein schroffer Metal-Sound gepaart mit HipHop-Texten. Aber: Die Band lebte stets von ihrer jugendlichen Unbekümmertheit und Coolness. Zur Jahrtausendwende hob sie das auf die größten Bühnen der Welt. Können die gealterten Bandmitglieder dem Hype noch standhalten? Oder hat der Zeitgeist ihren Coolness-Faktor gekillt?

Nu-Metal-Champions der Neunziger

Frontmann Fred Durst macht die Show im gewohnten Retro-Outfit.

© Davids