Das weltweite Ansehen der USA leidet massiv unter Präsident Donald Trump. In einer Umfrage des US-Meinungsforschungsinstituts Pew Research Center unter Menschen aus 36 Nationen erklärten im Mittel 57 Prozent der Befragten, eine negative Sicht auf die Vereinigten Staaten zu haben; nur 37 Prozent äußerten sich eher positiv. 76 Prozent der mehr als 40.000 Teilnehmer erklärten, kein Vertrauen in Trump persönlich zu haben.

Immenser VertrauensverlustPew führte die Erhebung zwischen dem 8. Februar und dem 13. Mai diesen Jahres in 36 Staaten durch, darunter zahlreichen langjährigen US-Verbündeten wie Großbritannien, Frankreich, Japan oder Kanada sowie Schwellenländern wie Brasilien, Indonesien oder Südafrika.Wie immens der Vertrauensverlust gerade in Deutschland ist, zeigt der Vergleich mit einer ähnlichen Pew-Umfrage von 2022. Damals unter der Präsidentschaft von Joe Biden bezeichneten 83 Prozent der deutschen Teilnehmer die Vereinigten Staaten als verlässlichen Partner; jetzt sind es nich einmal halb so viele (39 Prozent). Biden vertrauten 64 Prozent – viermal so viele wie heute Trump.

Dessen Kriege, Zölle, Drohungen und Erpressungsversuche haben sein Land viele Sympathien gekostet, allen voran bei den westlichen Alliierten.In Staaten wie Schweden, Kanada oder den Niederlanden ist das Ansehen der USA sogar noch stärker gekippt als in Europa. In nahezu allen europäischen Staaten wurde die westliche Supermacht deutlich negativer beurteilt als vor vier Jahren. Eine der wenigen Ausnahmen war Ungarn. In Israel erklärten im Umfragezeitraum noch fast zwei Drittel der Befragten, Donald Trump zu vertrauen. Nach der vorläufigen Einigung des US-Präsidenten mit Irans Regime, die in Israel sehr kritisch gesehen wird, könnte dieser Anteil rapide gesunken sein.