DIE ZEIT: Herr Dobrindt, in diesem Jahr könnten weniger als 100.000 Asylsuchende nach Deutschland kommen, das wäre ein Tiefststand seit 2012. Trotzdem ist die AfD stark wie nie. Woran liegt das?

Alexander Dobrindt: Erst mal will ich festhalten, dass sich die Stimmung deutlich verändert hat. Vor einem Jahr gab es keinen Stammtisch, kaum ein politisches Gespräch am Arbeitsplatz und kein Familienfest, bei dem es sich nicht irgendwann um das Thema Migration drehte. Das ist heute anders. Das Thema wird längst nicht mehr so emotional diskutiert. Das liegt klar an unserem Politikwechsel hin zu mehr Kontrolle, Kurs und klarer Kante.