Die Wahrheit: Niemand will Thiel
Neues aus Neuseeland: Der Palantir-Gründer verlässt das Land der langen weißen Wolke. Doch auch andere Milliardäre haben sich dort eingebunkert.
D ie Bösen regieren die Welt. Und die Superreichen, die ihnen helfen, bauen sich teure Bunker in fernen Ländern, um im Ernstfall ihre goldenen Ärsche vor Krieg und Katastrophen zu retten. Da trifft uns eine gute Nachricht wie ein Sonnenstrahl im tiefsten Winter: Peter Thiel, einer der politisch widerwärtigsten US-Deutschen, kehrt unserem Fluchtparadies endgültig den Rücken. Wir jubeln nach jahrelangem Zittern.
Der neoliberale Tech-Milliardär, berüchtigt für seine Nähe zu Rechten, Donald Trump und zuletzt zu Jeffrey Epstein, wurde außerdem von den gerade abgelaufenen Wiener Festwochen wieder ausgeladen. Dem Verschmähten bleibt jedoch noch Argentinien: Javier Mileis Kettensägen-Country wird Thiels neue Heimat werden. Das Aufatmen in Aotearoa ist auch ein Stoßgebet: Bleib bitte bei den Pumas!
Der PayPal-Gründer hat nämlich seit 2011 aufgrund „außergewöhnlicher Umstände“ die neuseeländische Staatsbürgerschaft, auch wenn er bis dato nur ganze 12 Tage am Stück im Land der langen weißen Wolke und der verdächtig kurzen Bürokratie verbracht hatte. Die Urkunde nahm er nicht, wie sonst üblich, als Neubürger in seiner Wahlheimat entgegen, sondern im Konsulat im kalifornischen Santa Monica.








