Anthropic wirft Alibaba Kopierangriff vorDas KI-Unternehmen Anthropic wirft dem chinesischen Alibaba-Konzern einen großangelegten Versuch vor, widerrechtlich Fähigkeiten seiner Software mit künstlicher Intelligenz abzugreifen. Anthropic fordert deswegen vom US-Kongress Maßnahmen, die solche Attacken verhindern sollen, wie aus einem von der „Financial Times“ veröffentlichten Brief an amerikanische Senatoren hervorgeht. Alibaba äußerte sich zunächst nicht zu den Vorwürfen.Dem Brief zufolge interagierten mit Alibaba verbandelte Angreifer über nahezu 25.000 betrügerische Accounts von Ende April bis Anfang Juni fast 29 Millionen Mal mit Anthropics KI-Software Claude. Dabei hätten sie mehr über zentrale Aspekte wie etwa den Aufbau der Software und deren Logik beim Ausführen von Aufgaben erfahren wollen. Die Angreifer hätten zu einer unter dem Begriff „Destillation“ bekannten Methode gegriffen, bei der Entwickler neuer Software sie mit künstlicher Intelligenz von einem bereits existierenden Modell anlernen lassen. Solche Zugriffe sind gemeinhin in Nutzungsbedingungen untersagt.Tech-Milliardär Elon Musk räumte allerdings jüngst in einem Gerichtsverfahren ein, dass er mit dieser Technik seinen KI-Chatbot Grok von KI-Modellen des ChatGPT-Entwickler OpenAI lernen ließ. Anthropic gilt aktuell als der schärfste Rivale von OpenAI und warf chinesischen Unternehmen wiederholt vor, die Methode zu verwenden.In dem Brief forderte Anthropic vom Kongress unter anderem ein härteres Vorgehen gegen chinesische Unternehmen, die zur „Destillation“ greifen. Auch sollten amerikanische KI-Unternehmen die Freiheit bekommen, einander vor solchen Attacken zu warnen. Zudem ruft Anthropic dazu auf, den Zugang chinesischer Akteure zu Technik wie KI-Chips weiter einzuschränken.Damit bekräftigt das KI-Unternehmen den Konfrontationskurs zum Chip-Schwergewicht Nvidia. Das Unternehmen wirbt bei der US-Regierung dafür, auch die Ausfuhr leistungsstärkerer KI-Systeme nach China zu erlauben.Anthropic steckt dabei selbst in einem Konflikt mit der US-Regierung. Diese zwang die Firma jüngst, deren Top-Software mit künstlicher Intelligenz vorläufig vom Markt zu nehmen. Zur Begründung wurde dabei auf angebliche Schwachstellen verwiesen, über die Einschränkungen des KI-Programms mit dem Namen „Fable 5“ ausgehebelt werden könnten. Bei dem Programm ist unter anderem die Fähigkeit zur Suche nach Sicherheitslücken in anderer Software blockiert. Die Sorge ist, dass KI für Cyberattacken verwendet werden könnte. Anthropic konterte, die Probleme seien nicht schwerwiegend. Verhandlungen mit der US-Regierung zu der Sperre laufen noch.Robert DikomeitÖlpreise fallen auf VorkriegsniveauDie Ölpreise fallen auf den tiefsten Stand seit der Zeit vor dem Beginn des Iran-Kriegs. Die Nordseesorte Brent verbilligt sich um 4,3 Prozent auf 73,74 Dollar je Barrel und markiert zeitweise mit 73,12 Dollar den tiefsten Wert seit dem 27. Februar, dem Tag vor den ​US-israelischen Angriffen. Die US-Sorte WTI gibt um 3,9 Prozent auf 70,34 Dollar nach und rutscht zwischenzeitlich erstmals seit dem 2. März unter die Marke von 70 Dollar.Motel One will sich mit insolventen Revo-Hotels verstärkenDie Hotelkette Motel One plant die Übernahme diverser Hotels aus dem bisherigen Portfolio der insolventen Revo-Gruppe. Beim Bundeskartellamt läuft seit dem Ende der vergangenen Woche ein Fusionskontrollverfahren. Gegenstand der Prüfung ist der „Erwerb von zehn in Deutschland belegenen Hotelbetrieben der Revo Hospitality Group“, wie es in einer Veröffentlichung auf der Internetseite des Kartellamts heißt. Motel One hat schon zwei Hotels übernommen, die Revo unter Marken des Accor-Konzerns geführt hatte – nämlich die Kieler Häuser, die bislang unter Ibis Styles und Adagio Access firmierten.Revo war in den vergangenen Jahren durch forsches Wachstum zu einer der größten Hotelgruppen in Deutschland mit mehr als 160 Standorten aufgestiegen und hatte in Frühjahr für viele Gesellschaften in der Gruppe Insolvenz beantragen müssen. Zur Gruppe zählten die nach einem Zukauf eingegliederten eigenen H-Hotels sowie diverse Häuser, die als Partner anderer Gesellschaften unter deren Namen geführt wurden, darunter auch Mövenpick-, Steigenberger-, Dorint- und Hilton-Hotels. Anfang Juni hatte Revo die anstehende Zerschlagung bekannt gegeben. 45 Hotels seien schon verkauft, fünf Hotelgruppen und Investoren, die allerdings ungenannt blieben, wollten rund 120 Hotels übernehmen. Dadurch könne die überwiegende Teil der 5.450 Arbeitsplätze erhalten werden. Motel One will nun die Aufspaltung der Revo-Gruppe für eigenes Wachstum auch in anderen Ländern nutzen. In Österreich sollen je ein H-Hotel in Wien und in Salzburg übernommen werden. Das geht aus einer Anmeldung bei der dortigen Bundeswettbewerbsbehörde hervor, über die zuerst das Onlineportal „Tageskarte“ berichtete. Die österreichische Behördenmeldung enthält auch Angaben, welche weiteren Hotels von Revo zu Motel One gelangen sollen. So wolle Motel One den Betrieb von Hotels in Baden-Baden, Bielefeld, Dresden, Erfurt, Leipzig, München und Münster übernehmen sowie von je einem Hotel in Krakau und in Budapest. Ifo-Index legt leicht zuDie Stimmung in den Chefetagen der deutschen Unternehmen ​hat sich nach den Friedenssignalen im Iran-Krieg etwas aufgehellt. Der Ifo-Geschäftsklimaindex stieg im ⁠Juni auf 85,6 Punkte nach 85 Zählern im Mai und damit das zweite Mal in Folge, wie das Münchner Ifo-Institut am Mittwoch zu ‌seiner Umfrage unter rund 9000 Führungskräften mitteilte. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen hatten mit diesem Anstieg gerechnet. „Die deutsche Wirtschaft hofft auf eine Entspannung der ‌weltpolitischen Situation“, erklärte Ifo-Chef ‌Clemens Fuest. Die Firmen blicken weniger skeptisch auf ihre Lage und Geschäftsaussichten.Zu mehr Optimismus unter den Führungskräften dürfte das neue Rahmenabkommen zwischen den USA und dem Iran beigetragen haben. Bei den Verhandlungen ⁠in der Schweiz einigten sie sich den Vermittlern Pakistan und Katar zufolge mittlerweile auf einen Fahrplan für weitere Gespräche. Dieser soll innerhalb von 60 Tagen zu einem dauerhaften Friedensabkommen führen. ⁠Noch immer hakt es ‌jedoch bei der geplanten Öffnung der Straße von Hormus – ein Nadelöhr im internationalen Öl- und Rohstofftransport. Oman und der Iran wollen eine Arbeitsgruppe bilden, um ⁠eine Vereinbarung über ⁠die Regelung des Schiffsverkehrs sowie die damit verbundenen Kosten und Dienstleistungen zu erzielen.Eine ⁠tragfähige Öffnung der ⁠Schiffspassage gilt als wichtiger Impuls für die seit Monaten unter gestiegenen Energiepreisen ächzende Wirtschaft. Das ‌Ifo-Institut prognostiziert, dass das Bruttoinlandsprodukt trotz Rückenwind durch das Finanzpaket der Bundesregierung 2026 wegen der Folgen des Iran-Krieges nur um 0,8 Prozent zulegt.Ferrari trennt sich von MarketingchefNach der mit Kritik aufgenommenen ​Vorstellung des ersten Ferrari-Elektroautos hat sich der italienische ⁠Sportwagenbauer von seinem langjährigen Marketingchef Enrico Galliera getrennt. Sein Nachfolger wird zum 1. Juli Massimiliano Di ‌Silvestre, der bis vergangenen Monat das Italien-Geschäft von BMW geleitet hat. Unter seiner Leitung war BMW ‌in Italien ‌zum Marktführer unter den Premium-Autobauern aufgestiegen.Sein Vorgänger Galliera habe nach 16 Jahren bei Ferrari „beschlossen, ein neues Kapitel ​in seiner beruflichen ⁠Laufbahn aufzuschlagen“ – und dies dem Unternehmen bereits vor einiger Zeit mitgeteilt, hieß es. ​Ferrari hatte Ende Mai den fünfsitzigen Elektro-SUV Luce ⁠vorgestellt und damit ‌bestenfalls gemischte Reaktionen hervorgerufen. Kritisiert wurde unter anderem das für Ferrari unübliche Design. Ein Insider sagte Reuters, ⁠Galliera habe ⁠sich bereit erklärt, noch bis zur Präsentation des neuen ⁠Autos ​auf ⁠dem Posten zu bleiben. X-Fab investiert bis zu 400 Millionen Euro in Erfurt Das Halbleiterunternehmen X-Fab erweitert seinen Standort in Erfurt. Insgesamt will der Auftragsfertiger in den nächsten zwei Jahren bis zu 400 Millionen Euro in neue Produktionskapazitäten in Thüringen investieren. Es ist die bisher größte Einzelinvestition an dem traditionsreichen Mikroelektronikstandort seit der Wende. Der Bund und der Freistaat fördern das Projekt im Rahmen des europäischen Chips-Act mit gut 127 Millionen Euro. Die Europäische Kommission hatte dazu bereits im Dezember ihre Zustimmung gegeben. „Das ist ein Vertrauensbeweis für Erfurt“, sagte Damien Macq, Vorstandsvorsitzender der X-Fab-Gruppe, am Dienstag bei der Übergabe des Förderbescheids durch Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) und Wirtschaftsministerin Colette Boos-John (CDU). Die Gesamtinvestitionen belaufen sich auf 300 Millionen bis 400 Millionen Euro, sagte Standortleiter Gabriel Kittler. Der Produktionsstart in der neuen Fabrik soll Ende 2028 erfolgen. Es entstehen bis zu 100 neue Arbeitsplätze. Derzeit beschäftigt X-Fab weltweit rund 4.300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, rund 800 davon in Erfurt. Das Unternehmen produziert an fünf weiteren Standorten in Malaysia, Deutschland, Frankreich und den USA. Mit dem Ausbau in Erfurt erweitert X-Fab unter anderem die Fertigungskapazitäten für Mikro-Elektro-Mechanische-Systeme (MEMS), die zum Beispiel in Smartphones, Fahrzeugen oder Medizinprodukten zum Einsatz kommen. X-Fab ist nach der Wende aus Teilen des ehemaligen DDR-Halbleiter-Kombinats Karl-Marx hervorgegangen, das seit 1989 seinen Hauptsitz in Erfurt hatte. Seit 2017 ist das Unternehmen an der Börse Euronext in Paris notiert. Die Marktkapitalisierung liegt bei knapp 1,3 Milliarden Euro. Am Dienstag ging die Aktie gut zwei Prozent fester aus dem Handel. Ben MenglerIndischer Unternehmer wird neuer Chef von WhatsappDer indische Unternehmer Kunal Shah wird neuer Chef des Onlinedienstes Whatsapp. Das teilte der Whatsapp-Mutterkonzern Meta am Montagabend mit. Er soll dabei helfen, neue Einkommensquellen für Whatsapp zu erschließen. Gleichzeitig erhält Shahs Finanzdienstleistungsunternehmen Cred eine Finanzspritze von 900 Millionen Dollar, wie Meta weiter mitteilte. Shah hatte Cred 2018 gegründet – mit dem Geld, das er mit dem Verkauf seiner Onlinehandelsfirma gemacht hatte. Cred bot zunächst Prämien für Kundinnen und Kunden, die ihre Kreditkartenrechnungen pünktlich bezahlten. Das Unternehmen ist in den vergangenen Jahren stark gewachsen und hat mittlerweile rund 17 Millionen Nutzer. Es bietet inzwischen auch Kredite, Vermögensverwaltung und Versicherungen an. Indien ist der größte Markt von Whatsapp mit rund einer halben Milliarde Nutzerinnen und Nutzer. Shah erklärte, er sehe „immenses“ Wachstumspotenzial für den Onlinedienst. DHL-Finanzchefin verlängert ihren Vertrag nichtSchon seit zehn Jahren ist Melanie Kreis im Vorstand des Bonner Logistikkonzerns DHL für Finanzen zuständig. An diesem Dienstag hat das Unternehmen bekannt gegeben, dass sie ihren Vorstandsvertrag nach seinem Auslaufen Ende Mai 2027 nicht mehr verlängern wird. „Jetzt ist der richtige Moment, um die Nachfolge so zu regeln, wie es für unser Unternehmen am besten ist“, teilte sie zur Begründung mit.Diese Nachfolge soll der Australier Joe Joseph antreten, der bislang Finanzchef des Konzernbereichs Express ist. Aufsichtsratschefin Katrin Suder bezeichnete Joseph als „erfahrene Führungskraft aus den eigenen Reihen“.Vorstandschef Tobias Meyer, der häufig gemeinsam mit Kreis auftrat, lobte die Arbeit der Finanzchefin in den höchsten Tönen. Sie hinterlasse „nicht nur die starken Ergebnisse ihres Wirkens im Finanzbereich. Sie verkörpere „Integrität, Disziplin, Rationalität und Empathie“ und habe „die Leistungs- und Widerstandsfähigkeit des Konzerns gestärkt und Generationen junger Führungskräfte im Konzern und darüber hinaus inspiriert“. Apple droht Milliardenprozess in Großbritannien wegen iCloud Dem US-Konzern Apple drohen milliardenschwere Schadenersatzforderungen in Großbritannien. Das Competition Appeal Tribunal habe eine Sammelklage gegen die Geschäftspraktiken der Sparte iCloud zugelassen, teilte die Verbraucherschutzorganisation Which? am Dienstag mit. Nun könnten sich die knapp 40 Millionen britischen Apple-Kunden dem Verfahren anschließen. Den seit 2018 entstandenen Schaden bezifferte Which? auf umgerechnet insgesamt 3,5 Milliarden Euro. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Die Organisation wirft Apple in der Ende 2024 eingereichten Klage vor, seine marktbeherrschende Stellung auszunutzen, um Nutzer an seinen Online-Speicher iCloud zu binden. So könnten bestimmte Daten nur dort gespeichert werden. Zudem seien die Betriebssysteme der Geräte darauf ausgelegt, Anwender zur Nutzung von iCloud zu animieren. Dies behindere den Wettbewerb und treibe die Preise in die Höhe. „Kein Unternehmen, egal wie mächtig es auch sein mag, darf mit dem Missbrauch seiner Marktstellung durchkommen“, sagte Which?-Chefin Anabel Hoult. Apple war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen. Das Unternehmen hatte die Vorwürfe zurückgewiesen. Kunden würden nicht zur Nutzung von iCloud verpflichtet, viele setzten auf Drittanbieter. Über die Sammelklage wird voraussichtlich ab 2028 verhandelt.Jeder fünfte Neuwagen in EU fährt nur elektrischJeder fünfte Neuwagen in der Europäischen Union ist ​nach Angaben des Branchenverbandes ACEA inzwischen ein Elektroauto. Insgesamt seien im ⁠Mai gut 200.000 dieser Fahrzeuge erstmals zugelassen worden, das seien 42,9 Prozent mehr als vor Jahresfrist, teilte der Verband am Dienstag mit. Der ‌ACEA führte das auf staatliche Kaufprogramme zurück, wie der Finanzdienst Reuters berichtet. Zusätzlich dürften aber auch die hohen Spritpreise infolge des Iran-Kriegs eine Rolle spielen. Die beliebteste Antriebsart ‌sind weiterhin Hybride mit ‌einem Marktanteil von 37,8 Prozent.Insgesamt wurden im Mai 3,2 Prozent mehr Autos neu zugelassen. Seit Jahresanfang summiert sich der Anstieg damit auf vier Prozent. ​Während Deutschland, Spanien und Italien ein Wachstum ⁠schafften, wurden in Belgien, den Niederlanden, Schweden und Frankreich weniger Autos verkauft als vor Jahresfrist.Unter ​den Herstellern verzeichnen vor allem chinesische Anbieter wie BYD, SAIC, Chery oder Leapmotor ⁠kräftige Zuwächse. Sie konnten ‌in den ersten fünf Monaten ihre Verkäufe zum Teil auf das mehr als Sechsfache steigern. Der größte chinesische Hersteller BYD kommt inzwischen auf einen ⁠Marktanteil von ⁠2,1 Prozent und liegt damit spürbar vor Tesla. Von den großen europäischen Herstellern konnte ⁠Volkswagen ​zwar ⁠seinen Absatz steigern, das Plus von ​1,5 Prozent reichte aber nicht, um den Marktanteil ‌zu halten. Die Opel-Muttergesellschaft Stellantis legte 5,7 Prozent zu, Renault, Toyota und ​Hyundai ließen dagegen Federn.SpaceX-Aktie fällt um 16 Prozent Die Aktie von SpaceX hat den dritten Tag in Folge nachgegeben und dabei Hunderte Milliarden Dollar an Börsenwert vernichtet. Sie fiel am Montag um 16 Prozent und schloss bei 154,60 Dollar, dem niedrigsten Stand seit dem ersten Handelstag des Unternehmens. Damit summiert sich das Minus innerhalb von drei Tagen auf 23 Prozent, wodurch in diesem Zeitraum mehr als 600 Milliarden Dollar an Börsenwert ausgelöscht wurden. Die Marktkapitalisierung des Unternehmens liegt nun nur noch bei etwas mehr als zwei Billionen Dollar. Zuvor hatte das von Elon Musk geführte Unternehmen mitgeteilt, erstmals bestimmte Anleihen auszugeben. Damit möchte das Unternehmen seine Ambitionen im Bereich der künstlichen Intelligenz finanzieren. „Die Verkäufer haben wieder die Kontrolle. Jeder auf der Welt, der die Aktie kaufen wollte, hat sie bereits gekauft“, sagte Michael O’Rourke, Analyst bei JonesTrading, der Nachrichtenagentur Bloomberg.Die ersten Handelstage nach dem Rekordbörsengang waren von großer Volatilität geprägt. Am ersten Tag waren nur 4,2 Prozent aller ausstehenden Aktien frei handelbar. Das Interesse von Privatanlegern war groß. Doch selbst nach den Verlusten vom Montag ist SpaceX mit einem Kurs, der rund 15 Prozent über dem Ausgabepreis von 135 Dollar liegt, noch immer das sechstgrößte Unternehmen der Welt.Der Raketen-, Satelliten- und KI-Konzern will mit seiner ersten Anleiheemission mindestens 20 Milliarden Dollar aufnehmen, berichtete Bloomberg in der vergangenen Woche. Außerdem schloss SpaceX am Montag eine Vereinbarung über mehrere Milliarden Dollar mit dem KI-Start-up Reflection AI, um diesem Rechenkapazitäten bereitzustellen.Dass SpaceX mit der Übernahme von Musks xAI im Februar verstärkt auf künstliche Intelligenz setzt, führte dazu, dass Investoren den Börsengang besonders aufmerksam verfolgten — auch mit Blick auf die Börsenpläne der Konkurrenten Anthropic und OpenAI. Beide wollen voraussichtlich noch in diesem Jahr an die Börse gehen, mit erwarteten Bewertungen von jeweils rund einer Billion Dollar.RWE will Mehrheit an Übertragungsnetzbetreiber AmprionDer Energiekonzern RWE will die Mehrheit am Übertragungsnetzbetreiber Amprion übernehmen und beschafft sich dazu frisches Geld am Aktienmarkt, berichtete die Nachrichtenagentur dpa. Der Kaufpreis für die Aufstockung der Amprion-Anteile auf 55 Prozent liege bei rund 3,6 Milliarden Euro, teilte RWE am Montag nach Börsenschluss in Essen mit. Der Konzern habe Vereinbarungen mit den Anteilseignern der M31 Beteiligungsgesellschaft erzielt, um deren indirekte Anteile an Amprion zu erwerben. Der mittelbare Anteil von RWE an Amprion solle dadurch auf 55 Prozent steigen. Das nötige Geld soll eine Kapitalerhöhung bringen. Die Aktie gab auf Tradegate im Vergleich zum Xetra-Schluss um fast drei Prozent nach.Dazu will RWE bis zu knapp 74,4 Millionen Aktien ausschließlich bei institutionellen Anlegern platzieren. Dabei sollen neue Anteile im Umfang von bis 4,9 Prozent des Grundkapitals gegen Bareinlagen ausgegeben werden. Zudem will RWE eigene Aktien im Umfang von bis zu 5,1 Prozent des Grundkapitals veräußern. Dabei will der Konzern das Bezugsrecht der Aktionäre ausschließen.Die Aufstockung der Amprion-Beteiligung soll nach den Plänen von RWE bis Ende September vollzogen werden. Hinter dem bisherigen Miteigner M31 steht ein Konsortium von Versorgungswerken und institutionellen Finanzinvestoren aus der Versicherungswirtschaft. Dazu zählen Meag Munich Ergo und Talanx. Die übrigen 25,1 Prozent an Amprion hält RWE bereits über ein Gemeinschaftsunternehmen mit dem Finanzinvestor Apollo. VW-Manager Obrowski soll neuer Finanzchef der Deutschen Bahn werden Der langjährige VW-Manager Michael Obrowski soll Insidern ⁠zufolge neuer Finanzchef der Deutschen Bahn werden. Der Aufsichtsrat dürfte ihn am Donnerstag für den neuen ‌Posten bestellen, sagten zwei mit der Situation vertraute Personen am Montag der Nachrichtenagentur Reuters. Auch der „Spiegel“ berichtete ‌über die bevorstehende ‌Personalie. Obrowski ist seit 1995 bei Volkswagen tätig, unter anderem im Controlling. Seit Juli 2021 ist er für ​die Finanzen der ⁠Nutzfahrzeugsparte zuständig. Die Bahn wollte sich nicht zu den Informationen äußern.Ende März ​hatte der seit Jahren defizitäre Staatskonzern mitgeteilt, sich ⁠nach nicht einmal ‌vier Monaten von Finanzchefin Karin Dohm zu trennen. Sie war von der Baumarktkette Hornbach gekommen. Laut ⁠Bahn gab es ⁠unterschiedliche Vorstellungen über die Ausgestaltung ihrer Funktion sowie ⁠Fragen ​der Unternehmensentwicklung. Unter ⁠der neuen Bahn-Chefin Evelyn Palla ​wurde der Vorstand zuletzt verkleinert ‌und deutlich umgebaut. OHB ebnet Weg zu liquidem Aktienhandel OHB erweitert seinen Streubesitz auf gut ein Sechstel bis knapp ein Fünftel. Der Bremer Raumfahrtkonzern gab am Montag Details des Doppelplans bekannt, der eine Kapitalerhöhung und den Teilausstieg des Großaktionärs KKR vorsieht. Nach Abschluss der Transaktion soll der Anteil der frei handelbaren Anteilsscheine 17,5 bis 19,2 Prozent betragen, je nachdem, wie viel KKR genau verkauft. Der US-Investor gibt mehr als ein Fünftel seines momentanen Pakets ab und hält künftig gut 20 Prozent, wie es hieß. Die Eigentümerfamilie Fuchs gibt keine Papiere ab, ihr Anteil verwässert sich durch die Kapitalerhöhung von 65 Prozent auf gut 60 Prozent.Aus der Kapitalerhöhung sollen 511 Millionen Euro fließen. OHB will mit den neuen Mitteln Produktion ausbauen und in Trägerraketen und Anlagen sowie in mögliche Übernahmen investieren. Momentan sind knapp sechs Prozent im Streubesitz. Die Ausweitung soll das Unternehmen in absehbarer Zeit zum Kandidaten für den M-Dax machen. Die Transaktion umfasst zwei Bausteine: eine Privatplazierung bei institutionellen Investoren und anschließend für bestehende Aktionäre des Streubesitzes ein Bezugsrechtsangebot, das vom 25. Juni bis 8. Juli laufen soll. Der Kaufpreis für die neuen Aktien liegt bei 300 Euro und damit um gut ein Viertel unter dem Schlusskurs von 405,50 Euro vom vergangenen Freitag. KKR war 2024 zu 44 Euro je Aktie eingestiegen. Als Berater in dem laufenden Vorhaben agieren Rothschild und KKR mit seiner Spezialeinheit KKR Capital Markets, als Koordinatoren Deutsche Bank, J.P. Morgan und Goldman Sachs. Mehr ladenTickarooLive Blog Software