PfadnavigationHomePolitikDeutschlandÖsterreich„Ich möchte nicht“ – Sänger Heino lässt die FPÖ abblitzenStand: 19:45 UhrLesedauer: 2 MinutenHeino 2023Quelle: Robert Michael/dpaDie FPÖ wollte Sänger Heino für ihre Jubiläumsfeier buchen, doch der lehnte ab. Er wolle sich nicht für eine politische Kraft vor den „Wagen spannen“ lassen. Stattdessen buchte die österreichische Partei einen anderen bekannten Sänger.Heino hat ein Angebot der rechtspopulistischen Freiheitlichen Partei Österreichs (FPÖ) für einen Auftritt bei deren 70‑Jahr‑Feier in Wien ausgeschlagen. Das berichtet die „Bild“-Zeitung. Demnach habe die Partei dafür angefragt, auf dem Wiener Stephansplatz aufzutreten – für eine Gage von 100.000 Euro.Doch Heino habe abgelehnt. Zur „Bild“ sagte er: „Ich möchte nicht für die FPÖ auftreten, generell für Parteien nicht. Weil ich mich von keiner politischen Kraft vor ihren Wagen spannen lassen will. Allerdings sind mir in meinem Publikum alle Menschen willkommen, egal, wen sie wählen.“Anstelle von Heino sei am vergangenen Wochenende schließlich Schlagersänger Roberto Blanco beim Jubiläum der Partei aufgetreten. Helmut Werner, Manager von Heino, sagte: „Wenn Heino diesen Auftritt für die FPÖ gemacht hätte, wäre der Aufschrei groß gewesen. Wenn dagegen andere Kollegen für die FPÖ singen, interessiert das praktisch niemanden. Bei Heino geht man schon im Vorfeld davon aus, dass er politisch nur rechts sein kann, was er definitiv nicht ist.“Lesen Sie auchJoachim Stampfer, Bundesgeschäftsführer der FPÖ, bestätigte der „Bild“, dass seine Partei ein Angebot für einen Auftritt Heinos abgegeben habe. Allerdings seien auch andere Künstler angefragt worden.Heino im Streit mit der AfDHeino trägt gerade mit der AfD einen juristischen Streit aus. Im April hatte der AfD-Landratskandidat Felix Teichner in den sozialen Medien verbreitet, Heino würde ihn wählen. Den Beitrag versah er mit dem Song „Blau blüht der Enzian“. Heino ging gerichtlich gegen die Aussage vor. Der Kreisverband Uckermark und Teichner mussten eine Unterlassungserklärung abgeben, die Wahlwerbung nicht zu wiederholen. Heino fordert zudem 60.000 Euro. Ein gerichtlich anerkannter Sachverständiger habe geprüft, welcher immaterielle Schaden Heino und seiner Marke durch den Wahlslogan entstanden sei. Dadurch komme der Sänger auf die Summe, berichtet die „Bild“. nw