Ein Team um den Professor Georg Rauter und die Forscherin Yukiko Tomooka an der Schweizer Universität Basel hat einen neuartigen Miniatur-Intraoral-Roboter entwickelt, der menschliche Zähne vollautomatisiert für Kronen präpariert. Wie in einer im Fachmagazin IEEE Transactions on Medical Robotics and Bionics publizierten Studie zu lesen ist, soll das kompakte System zukünftige Zahnbehandlungen deutlich beschleunigen und für Patient:innen erheblich angenehmer gestalten.Anzeige
Bisher beanspruchen Kronenbehandlungen unweigerlich mehrere getrennte Sitzungen, weil Zahnärzt:innen zunächst den Zahn abschleifen, Abdrücke anfertigen und fehleranfällige Provisorien einsetzen müssen. Der neue Roboter, den die Schweizer in einer aktuellen Mitteilung vorstellen, ermöglicht nach einem initialen digitalen Scan hingegen die direkte computergestützte Planung und die anschließende Ausführung der kompletten Fräsarbeiten in einer einzigen Sitzung.
Bei traditionellen manuellen Eingriffen verlassen sich Zahnärzt:innen primär auf ihr visuelles Urteilsvermögen, was laut wissenschaftlichen Auswertungen dazu führen kann, dass über 75 Prozent der gesunden Zahnsubstanz unnötig entfernt werden. Ein robotergestützter Ansatz verspricht hier eine wesentlich schonendere Behandlung, bei der wirklich nur das exakt vorausberechnete Minimum an Material abgetragen wird.Anzeige











