KurzmeldungenNews aus Zürich: Stadtrat akzeptiert abschlägigen Entscheid zum Neumühlequai +++ Stadtspital Zürich setzt Roboter einDie neusten Meldungen aus dem Kanton.NZZ-Redaktion Zürich23.06.2026, 17.24 UhrDer Veloweg am Neumühlequai war illegal. Der Zürcher Stadtrat akzeptiert dieses Verdikt.Andreas Becker/ Keystonemvl.Optimieren Sie Ihre BrowsereinstellungenNZZ.ch benötigt JavaScript für wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.Bitte passen Sie die Einstellungen an.Am Neumühlequai richtete die Stadt Zürich in diesem März einen Veloweg auf einem Fahrstreifen ein – und provozierte damit einen handfesten Streit mit dem Kanton. Dieser liess den Velostreifen durch das eigene Tiefbauamt wieder entfernen. Die Stadt reichte dagegen wiederum rechtliche Beschwerde ein. Sie begründete den Veloweg mit der Umleitung des Veloverkehrs rund um die Baustelle am Hauptbahnhof.Vergangene Woche entschied das Verwaltungsgericht, dass der Kanton rechtens gehandelt hat. Die Stadt hingegen habe Automobilisten stark gefährdet. Dies, weil sie in Zusammenhang mit dem Velostreifen die Grünphase am Autobahnende beim Milchbucktunnel verkürzte, um die Automenge am Neumühlequai zu verkleinern. Volkswirtschaftsdirektorin Carmen Walker Späh (FDP) hat das Urteil als Grundsatzentscheid im Verhältnis von Kanton und Stadt Zürich in Verkehrsfragen bezeichnet.Nun ist klar, dass dieser Entscheid Bestand haben wird. Der Zürcher Stadtrat verzichtet darauf, ihn am Bundesgericht anzufechten. Er schreibt: «Die Sicherheit der Velofahrenden hat im Entscheid des Verwaltungsgerichts kaum Gewicht erhalten – das ist bedauerlich.» Von einem Weiterzug sehe man deshalb ab, weil die Baustelle am HB nur noch bis Ende Jahr bestehe. Das oberste Ziel der Stadt bleibe aber «auch in Zukunft die Sicherheit – für alle Verkehrsteilnehmende».Stadtspital Zürich setzt auf TransportroboterOhne Arme und Beine: So sehen die autonomen Roboter im Stadtspital aus.Stadtspital Zürichdfr.Das Stadtspital Zürich setzt künftig dauerhaft auf autonome Transportroboter. Vier Geräte, die seit Anfang 2023 am Standort Triemli im Pilotbetrieb laufen, sollen ab dem 1. Januar 2027 fest in den Spitalbetrieb integriert werden. Wie der Stadtrat mitteilt, beantragt er dem Parlament dafür wiederkehrende Ausgaben von jährlich 303 000 Franken.Die Roboter übernehmen nächtliche Transportaufgaben, die bisher Pflegepersonal und Logistikmitarbeitende belasteten: Sie versorgen verschiedene Gebäudeteile selbstständig mit Verbrauchsmaterialien und Textilien und transportieren Entsorgungsgüter zurück. Konkret entfällt damit das manuelle Schieben von rund 200 Kilogramm schweren Transportwagen – eine körperlich anspruchsvolle Arbeit, die bislang dem Personal zufiel. Weil die Fahrten in die Nachtstunden verlagert werden, entlasten die Geräte tagsüber auch Liftanlagen und Korridore, was Wartezeiten für Mitarbeitende und Patienten reduziert.Die Evaluation des Pilotbetriebs fällt eindeutig aus: Die Technologie funktioniere zuverlässig, alle gesetzten Ziele seien erreicht worden, schreibt der Stadtrat. Verbrauchsmaterialien und Textilien stünden jeden Morgen rechtzeitig bereit – ein Kriterium, das im Spitalbetrieb mit seinen engen zeitlichen Abläufen besonderes Gewicht hat.Stadtrat Andreas Hauri, Vorsteher des Gesundheits- und Umweltdepartements, wertet das Projekt als Beleg dafür, dass digitale Lösungen im Spitalalltag konkret wirken: Die Roboter entlasteten die Mitarbeitenden, vereinfachten Abläufe und schafften mehr Zeit für die eigentlichen Kernaufgaben. Er sieht darin zugleich einen Baustein der Strategie 2030, mit der das Stadtspital Zürich seine Betriebsprozesse modernisieren will.Für den Dauerbetrieb sollen die vier Roboter weiterhin gemietet werden. Diese Entscheidung folgt einer pragmatischen Logik: Im Mietmodell kann das Spital technologische Weiterentwicklungen berücksichtigen und muss Wartung sowie Betrieb nicht selbst sicherstellen. Die jährlichen Kosten von 303 000 Franken bedürfen der Genehmigung durch den Gemeinderat.Winterthur verbannt Smartwatches aus KlassenzimmernKünftig auf dem Pausenplatz verboten: eine Smartwatch.Bloombergdfr. An den Winterthurer Schulen wird im digitalen Bereich die Daumenschraube angezogen. Was als Verbot von Mobiltelefonen begann, wird nach den Sommerferien auf eine breitere Gerätepalette ausgeweitet. Wie die Schulpflege der Stadt mitteilt, dürfen Schülerinnen und Schüler künftig keinerlei private digitale Geräte mehr während der Schulzeit auf dem gesamten Areal nutzen. Dies betrifft insbesondere die zunehmende Verbreitung von Smartwatches und ähnlichen tragbaren Minicomputern. Dies komme «einem geschützten und ungestörten Schulalltag zugute», schreibt die Schulpflege.Der Beschluss ist eine direkte Reaktion auf den technologischen Wandel. Smartwatches stehen Smartphones in ihrer Funktionalität kaum mehr nach: Mit ihnen können Schüler Nachrichten senden, im Internet surfen und unauffällige Tonaufnahmen machen. Genau hier orten die Schulverantwortlichen erhebliche Risiken. Geräte mit integrierten Kommunikations- und Aufnahmefunktionen stellten eine latente Gefahr für den Datenschutz dar und gefährdeten zudem den ungestörten Unterrichtsbetrieb.Vorausgegangen war der Neuregelung eine Umfrage unter den städtischen Schulen. Diese förderte ein zweigeteiltes Bild zutage: Einerseits habe sich die bisherige Handhabung von Mobiltelefonen in der Praxis bewährt und funktioniere mehrheitlich gut. Andererseits sei jedoch offensichtlich geworden, dass die zunehmende Präsenz neuer Gerätetypen genau die gleichen Herausforderungen und Ablenkungen mit sich brächten, die man mit dem ursprünglichen Handyverbot eigentlich habe eindämmen wollen.Ausnahmen des Smartwatch-Verbots sind strikt reglementiert: Einzig zu explizit schulischen Zwecken und nur mit ausdrücklicher Bewilligung der Lehrperson oder der Schulleitung dürfen die Geräte hervorgeholt werden. Dennoch verbleiben den einzelnen Schulen gewisse Freiheiten. Wie die erweiterte Regelung konkret durchgesetzt wird, bestimmen die Schulen eigenständig im Rahmen ihrer Hausordnungen. Damit soll sichergestellt werden, dass alters- und situationsgerechte Lösungen weiterhin Platz haben.Stadt Zürich fördert Lastenvelosdfr.Dass die Stadtzürcher Verkehrsministerin Simone Brander (SP) keine Autofreundin ist, ist bekannt. Von ihr stammt der Ausdruck, dass man selbst eine Waschmaschine mit einem Lastenvelo transportieren könne. Nun will Brander ebensolche Lastenräder, im Fachjargon Cargobikes, fördern – natürlich mit Steuergeld.Das neue städtische Programm «Carvelo für Siedlungen» soll es Wohnsiedlungen erleichtern, ihren Bewohnern «ein umweltfreundliches Transportmittel zur Verfügung zu stellen». So teilt es Branders Tiefbaudepartement mit.Für einzelne Haushalte sei der Kauf eines E-Cargovelos oft zu teuer. Dank dem neuen Angebot sollen sich die Bewohner Lastenvelos teilen und sie für den Einkauf, Warentransporte oder weitere Einsätze nutzen können. Für jede Siedlung übernimmt die Stadt die Kosten für die Grundgebühr eines Carvelos im ersten Betriebsjahr. Diese beträgt 3300 Franken.Steht das Velo nicht nur der Siedlung, sondern auch der Öffentlichkeit zur Verfügung, übernimmt die Stadt zusätzlich fünfzig Prozent der Kosten des zweiten Betriebsjahrs. Das Förderprogramm ist auf drei Jahre ausgelegt, pro Jahr sollen zehn Siedlungen den Zuschlag erhalten. Die interessierten Siedlungen müssen sich aktiv für das Programm bewerben.Nach Skiunfall tritt Psychiatrie-CEO zurückDie Integrierte Psychiatrie Winterthur – Zürcher Unterland braucht einen neuen CEO.Annick Ramp / NZZ-Photographen-Teamjhu. Der Unfall hatte sich bereits im Januar ereignet. Damals verletzte sich der CEO der Integrierten Psychiatrie Winterthur – Zürcher Unterland (IPW) beim Skifahren. Stefan Lichtensteiger zog sich dabei eine schwere Rückenmarksverletzung im oberen Bereich der Wirbelsäule zu. Seither ist er im Paraplegiker‑Zentrum in Nottwil in Behandlung.Wie die IPW am Dienstag (23. 6.) mitgeteilt hat, wird Lichtensteiger nicht mehr als CEO zurückkehren. Wegen seiner gravierenden Verletzungen sei er «nicht mehr in der Lage, seine CEO-Aufgaben wiederaufzunehmen, und tritt darum per sofort von dieser Funktion zurück», wie es in der Mitteilung heisst. Seine Rehabilitation dauere weiterhin an und eine Prognose sei zurzeit nicht möglich.Der Spitalrat habe davon «mit Bedauern Kenntnis genommen und dankt Stefan Lichtensteiger für sein grosses Engagement während seiner Wirkungszeit». Die CEO-Position der IPW soll in den nächsten Tagen ausgeschrieben werden. Bis eine Nachfolge gefunden ist, wird der stellvertretende CEO und Ärztliche Direktor Benjamin Dubno den Betrieb leiten. Er hatte die interimistische Führung schon kurz nach dem Unfall Lichtensteigers übernommen.Nach dem Unwetter in Zürich warnt die Stadt vor herabfallenden ÄstenFolgen des Unwetters in Zürich: Ein Auto liegt unter den abgebrochenen Ästen eines Baums.Claudia Thoma / Keystonemvl. Der Sturm vom vergangenen Freitag hat den Zürcher Bäumen zugesetzt. Nun warnt Grün Stadt Zürich vor herabfallenden Ästen und bittet die Bevölkerung, abgesperrte Gebiete wegen Räumungs- und Sicherungsarbeiten nicht zu betreten. Grössere Absperrungen bestünden vor allem beim Arboretum, wo der Baumbestand stark beschädigt worden sei. In Baumkronen hingen teilweise noch ausgerissene oder angebrochene Äste, die unvermittelt herabfallen könnten.Zahlreiche Bäume sind umgestürzt oder durch abgebrochene Äste beschädigt worden. Seit Freitagabend stünden Einsatzkräfte sowie spezialisierte Unternehmen im Einsatz, um umgestürzte Bäume zu entfernen und Gefahrenstellen zu sichern, schreibt Grün Stadt Zürich. Baumkontroll-Teams von Grün Stadt untersuchten zudem die Schäden. Es sei möglich, dass einzelne Bäume aus Sicherheitsgründen gefällt werden müssten.Die Schäden sind deshalb besonders gross, weil die Bäume ihr volles Laubkleid tragen und die Kronen den starken Windböen deshalb voll ausgesetzt waren. Im Unterschied zu früheren Sturmereignissen beschränkt sich das Schadensgebiet auf einen vergleichsweise kleinen Bereich innerhalb der Stadt. Besonders betroffen waren Standorte rund um den Zürichsee.Im Seefeld kam es am Freitag zu einem tragischen Unglück: Eine 16-Jährige wurde an der Feldeggstrasse 4 im Zürcher Kreis 8 von einem herabfallenden Ast tödlich verletzt. Stadtpräsident Raphael Golta meldete sich dazu via Linkedin zu Wort: «Die Nachricht vom Tod der Jugendlichen erfüllt alle mit tiefer Trauer.» Seine Gedanken und sein tiefes Mitgefühl seien bei der Familie und den Angehörigen.Jürg Trachsel bleibt Ombudsmann des Kantons ZürichJürg Trachsel, Ombudsmann des Kantons ZürichR. Sc. · Der Kantonsrat hat am Montag (22. 6.) den Ombudsmann Jürg Trachsel für eine weitere Amtszeit gewählt. Der 64-jährige Anwalt und frühere Chef der SVP-Fraktion und Kantonsratspräsident erhielt 142 Stimmen. Er hat das Amt seit 2018 inne. Als Ersatzperson wurde die Mediatorin Anja Künzler gewählt. Die Ombudsstelle geht damit mit der gleichen Besetzung in die kommende Periode bis 2030. Der Tätigkeitsbericht der Ombudsstelle für das Jahr 2025 wurde vom Parlament genehmigt.Wegen der Hitze wird einer der grössten kantonalen Schulsportanlässe abgesagtTeilnehmer einer Stafette in Zürich: Bei einer Hitzewarnung der Stufe 3 sollen körperliche Aktivitäten im Freien vermieden werden.Franco Bottini / NZZbai. Die Töss-Stafette in Winterthur zählt zu den grössten Schulsportanlässen des Kantons Zürich. 16 Kilometer sind von gemischten Teams im Laufschritt zu bewältigen. Am kommenden Dienstag wäre die 43. Ausgabe geplant gewesen. Über 2500 Schülerinnen und Schüler der Mittel- und Oberstufe aus dem ganzen Kanton meldeten sich an. Zahlreiche Sponsoren, Behörden, Schulen sowie Helferinnen und Helfer sind involviert.Nun hat das Organisationskomitee der traditionellen Laufstafette entschieden, die Veranstaltung abzusagen. Das teilt die Stadt Winterthur am Freitag (19. 6.) in einem Communiqué mit. Grund für diesen Entscheid sei die derzeitige Hitzewelle sowie die damit verbundene Hitzewarnung, welche der Bund am Donnerstag kommuniziert habe.Das Bundesamt für Gesundheit empfiehlt, bei Hitze der Stufe 3 («erhebliche Gefahr») körperliche Aktivitäten im Freien nach Möglichkeit zu vermeiden. Wie es weiter heisst, hat das Organisationskomitee daher Massnahmen für eine sichere Durchführung geprüft. Doch trotz diversen Vorkehrungen könne die Gesundheit und Sicherheit der Schüler sowie der weiteren Beteiligten nicht ausreichend gewährleistet werden. Daher sehe sich das OK gezwungen, den Grossanlass ausfallen zu lassen. Es bedauere den Entscheid «ausserordentlich».Die nächste Durchführung der Töss-Stafette ist für den 15. Juni 2027 vorgesehen. Weil Hitzewellen zunehmen, will das OK prüfen, welche Massnahmen für künftige Austragungen sinnvoll sind. Möglich ist eine zeitliche Anpassung der Veranstaltung.Passend zum Artikel
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