PfadnavigationHomePS WELTAuto-NewsDie unsichtbare RevolutionSoftwaredefinierte Autos Veröffentlicht am 24.06.2026Lesedauer: 5 MinutenDie SDV-Strategie verändert, wie Autos entwickelt und gebaut werdenQuelle: VolvoIn der Autoindustrie läuft eine Revolution, zusammengefasst unter dem Schlagwort „Softwaredefiniertes Fahrzeug“. Außerhalb der Branche bekommt davon bislang kaum jemand etwas mit. SP-X/Köln. Mit dem softwaredefinierten Fahrzeug verhält es sich in der Autobranche ähnlich wie mit KI in der Gesamtgesellschaft: Jeder führt das Wort im Munde und schmückt damit seine Produkte. Aber kaum einer meint exakt das Gleiche: So schillernd der Begriff, so schwammig seine Bedeutung. Geht es um digitale Bildschirmwelten im Cockpit? Um die Vernetzung von Handy und Auto? Oder um die wachsende Rolle der Elektronik an Bord? Um alles davon – und noch viel mehr. Ein Blick auf einen Techniktrend, der grundlegend verändern wird, wie Autos gebaut und genutzt werden.

Dem „Software Defined Vehicle“, kurz SDV, nähert man sich am besten aus Sicht der Hersteller. Für sie löst es ein entscheidendes Problem: die explodierende technische Komplexität moderner Pkw. Um das Ausmaß zu verstehen, muss man wissen, wie Autos jahrzehntelang konzipiert wurden: nämlich als permanente Anbauprojekte. Jede neue Funktion – ob ABS, ESP oder Abstandsradar – kauften die Hersteller als kleine schwarze Box voller Chips und Software beim Zulieferer ein. Sie musste ins Auto eingebaut, verkabelt und anschließend aufwendig angepasst, getestet und validiert werden.