PfadnavigationHomePS WELTAuto-NewsDer Wandel von PS zu ProzessorSoftware Defined VehicleVeröffentlicht am 30.12.2025Lesedauer: 3 MinutenWährend Motorleistung und Hubraum an Bedeutung verlieren, prägen Software, Konnektivität und Update-Fähigkeit immer stärker den Charakter neuer ModelleQuelle: ContinentalDigitale Fähigkeiten werden zu einem zentralen Kriterium beim Autokauf. Fortschritt bemisst sich künftig weniger an PS und Hubraum, sondern an Rechenleistung oder Softwarestand.SP-X/Köln. Moderne Autos unterscheiden sich zunehmend über ihre digitalen Fähigkeiten. Während Motorleistung und Hubraum an Bedeutung verlieren, prägen Software, Konnektivität und Update-Fähigkeit immer stärker den Charakter neuer Modelle. Die Branche entwickelt sich hin zu Fahrzeugen, deren Funktionen über zentrale Rechner gesteuert und über die Cloud aktualisiert werden. Elektrifizierung, automatisiertes Fahren und neue E-Architekturen beschleunigen diese Entwicklung.

Kern des Wandels ist das so genannte Software Defined Vehicle (SDV). Dabei bündelt eine zentrale Rechnerstruktur zahlreiche bisher getrennte Steuergeräte und definiert viele Funktionen softwareseitig. Dadurch lassen sich Abläufe vereinheitlichen, neue Funktionen per Update aufspielen und bestehende Systeme über den gesamten Lebenszyklus anpassen. Hersteller investieren Milliarden in neue Softwareplattformen und zentrale Rechnerarchitekturen, um Funktionen künftig per Update erweitern oder anpassen zu können. Zulieferer wie Bosch richten ihre Geschäftsmodelle auf softwaregetriebene Dienste aus. Mit der Verschiebung zur Software ändert sich auch der wirtschaftliche Fokus. Hersteller verdienen nicht mehr nur am Neuwagen, sondern zunehmend an digitalen Diensten während der Nutzung.