PfadnavigationHomePS WELTAuto-News„Wir bauen Reserven ein“Im Gespräch: Alwin Bakkenes über den Branchentrend SDVStand: 16:27 UhrLesedauer: 5 MinutenAlwin Bakkenes, Head of Software Engineering bei VolvoQuelle: VolvoDer schwedische Autohersteller Volvo sieht sich selbst als Vorreiter des softwaredefinierten Fahrzeugs. Der Software-Chef der Schweden erläutert, warum. SP-X/Köln. Alwin Bakkenes verantwortet bei Volvo Cars die Softwareentwicklung. Im Gespräch erklärt er, warum das softwaredefinierte Auto mehr ist als ein Schlagwort, was Kunden davon haben – und warum die neue Technik für klassische Autohersteller einen tiefen Umbau bedeutet.

Herr Bakkenes, „Software Defined Vehicle“, kurz SDV, ist derzeit eines der großen Modewörter der Autoindustrie. Was ist damit eigentlich gemeint?Im Kern geht es darum, dass ein Auto nicht mehr als Sammlung weitgehend getrennter elektronischer Bausteine entwickelt wird. Früher gab es ein Steuergerät für den Antrieb, eines für das Fahrwerk, eines für das Infotainment und so weiter. Ein Hersteller schrieb Anforderungen, Zulieferer entwickelten die passenden Boxen, am Ende wurde alles integriert. Beim softwaredefinierten Auto dreht sich diese Logik um. Die Software und die zentrale Rechenarchitektur werden zum Ausgangspunkt. Funktionen entstehen nicht mehr nur in einzelnen Steuergeräten, sondern im Zusammenspiel des ganzen Fahrzeugs. Dadurch kann man ein Auto schneller weiterentwickeln, nach dem Kauf verbessern und Funktionen über Updates ins Fahrzeug bringen.