PfadnavigationHomePolitikAuslandUkraine-Krieg„Wir wollen verstehen, was in Évian geschehen ist“ – Lawrow fordert Klarstellung von TrumpStand: 16:41 UhrLesedauer: 2 MinutenAußenminister Sergej LawrowQuelle: Pavel Bednyakov/AP/dpaRussland rätselt über Trumps Kurs im Ukraine-Krieg – und verlangt Aufklärung von Washington. Auslöser sind Äußerungen Macrons, wonach Trump Moskau inzwischen als Hindernis für Frieden sehe.Russland dringt auf Aufklärung darüber, ob US-Präsident Donald Trump seine Haltung zum Ukraine-Krieg geändert hat. Außenminister Sergej Lawrow bezog sich am Mittwoch auf Äußerungen des französischen Präsidenten Emmanuel Macron beim G-7-Gipfel im französischen Évian vergangene Woche. Macron hatte dort erklärt, Trump habe in Gesprächen eingestanden, dass Russland keinen Frieden in der Ukraine wolle. Dies stelle eine echte Kehrtwende in der US-Politik dar.Trump selbst hatte nach einem Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj Russland zu Friedensverhandlungen aufgerufen, was unter den G-7-Staaten vorsichtigen Optimismus auslöste.Absprachen zwischen Trump und Putin „beerdigt“„Wir wollen verstehen, was in Évian ‌geschehen ist“, sagte Lawrow in Moskau. Die USA hätten Russland noch nicht mitgeteilt, welche Schlüsse sie aus dem Gipfel zögen. Macron habe zudem erklärt, die im vergangenen August in Anchorage getroffenen Absprachen zwischen Trump und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin seien in Evian „beerdigt“ worden. Diese informellen Vereinbarungen sahen Beobachtern zufolge vor, dass die Ukraine ihre Truppen aus dem Donbass im Osten des ‌Landes abziehe und Russland im Gegenzug die Fronten an anderer Stelle einfriere. Die Regierung in Kiew lehnt eine Abtretung von Gebieten jedoch strikt ab.Lesen Sie auchLawrow hatte am Dienstag angedeutet, dass der Gipfel in Alaska möglicherweise ein US-Manöver gewesen sei, um Zeit für die Wiederaufrüstung der Ukraine zu gewinnen. Putin habe damals einem US-Vorschlag zugestimmt, was ‌einen Kompromiss dargestellt habe. Nun fordere Washington ‌weitere Zugeständnisse.Dennoch wolle Russland im Gespräch bleiben und erwarte den Besuch der US-Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner. Lawrow beklagte ‌zudem die anhaltenden Sanktionen Washingtons, das Fehlen direkter Flugverbindungen sowie ‌die ‌unbegrenzten US-Waffenlieferungen an europäische Staaten zur Unterstützung der Ukraine. Reuters/coh