PfadnavigationHomePolitikAuslandUkraine-KriegLawrow kritisiert USA – und nennt Europa „große Bedrohung für den Frieden“Stand: 13:19 UhrLesedauer: 2 MinutenRussischer Außenminister Sergej Lawrow Quelle: Alexander Zemlianichenko/Pool AP/AP/dpaDer russische Außenminister sieht die USA nicht mehr als möglichen neutralen Verhandler im Ukraine-Krieg. Vorausgegangen waren Ankündigungen neuer Sanktionen.Russland betrachtet die USA nach dem Kursschwenk von Präsident Donald Trump nicht mehr als neutralen Vermittler im Ukraine-Krieg. „Was die Vereinigten Staaten betrifft, so scheinen sie, nach ihren Handlungen zu urteilen, jeden Anspruch auf die Rolle eines objektiven Vermittlers aufzugeben“, sagte der russische Außenminister Sergej Lawrow am Dienstag in Moskau. Washington verfolge stattdessen einen Kurs, der darauf abziele, „den Sanktionsdruck auf Russland zu verstärken“.Lawrow verurteilte zudem die militärische Unterstützung für Kiew durch die europäischen Verbündeten der Ukraine. Europa werde dadurch „erneut zu einer großen Bedrohung für den internationalen Frieden und die internationale Sicherheit“.Die G-7-Staaten hatten bei ihrem Gipfel in Frankreich vor einer Woche den Druck auf Russland erhöht und verschärfte Sanktionen angekündigt. Nach monatelanger Beschäftigung mit dem Iran-Krieg zeigte sich auch Trump bereit, auf diese Art auf ein Ende des Ukraine-Konflikts hinzuarbeiten.Der US-Präsident kündigte die Wiedereinführung ausgesetzter Öl-Sanktionen gegen Russland an und forderte Moskau auf, Verhandlungen für ein Ende des Kriegs aufzunehmen. Die G-7-Staaten vereinbarten auch weitere Militärhilfen für die Ukraine, unter anderem zur Stärkung der Luftabwehr.Lesen Sie auchNach Angaben von Lawrow ist Russland zur Wiederaufnahme von Friedensverhandlungen mit der Ukraine bereit. „Wir sind bereit, mit Kiew zu reden. Das waren wir immer“, sagte er vor Journalisten. Es könne an dem Punkt weitergemacht werden, an dem man zuletzt aufgehört habe, fügte er hinzu und verwies auf Gespräche, die kurz nach Beginn des Kriegs 2022 in Istanbul stattfanden und an die 2025 angeknüpft worden sei. Lesen Sie auchAllerdings signalisierte er keinerlei Bereitschaft zur Änderung der Forderungen Moskaus. Diese sehen unter anderem eine vollständige Aufgabe der Teile des Donbass vor, die Russland noch nicht erobert hat. Die Ukraine lehnt dies ab. Die bislang letzten Friedensgespräche fanden im Februar statt. Vermittelt wurden sie von den USA, kurz bevor diese Ende Februar mit Israel den Krieg gegen den Iran begannen.lay mit AFP/rtr