Im Streit um Blumenkübel in der badischen Gemeinde Schwanau will Unternehmer Martin Herrenknecht (84) diesmal nicht eigenmächtig handeln. „Ich werde die Kübel kein zweites Mal wegschaffen lassen. Stattdessen frage ich: Haben Sie in der Gemeindeverwaltung wirklich nichts Wichtigeres zu tun?“, zitierte die „Badische Zeitung“ den 83-Jährigen. Zugleich drohte der Mittelständler der kleinen Gemeinde damit, Teile seines Unternehmens zu verlegen. Die Kommune war zunächst nicht für eine Stellungnahme erreichbar.Im vergangenen Jahr hatte die Auseinandersetzung Schlagzeilen gemacht. Rund 20 Blumenkübel waren auf Durchgangsstraßen zum Werksgelände der Herrenknecht AG aufgestellt worden. Einen Teil ließ der Milliardär und Gründer des Familienunternehmens entfernen, weil sie Beschäftigte auf dem Weg zur Arbeit gefährden könnten, hieß es zur Begründung. Später kehrten die Kübel vom Firmengelände zur Kommune zurück.
Herrenknecht kritisierte, die Gemeinde solle sich stärker um wirtschaftliche Entwicklung und bessere Rahmenbedingungen kümmern statt um Blumenkübel. Er sprach von einem „völlig realitätsfernen Behörden-Theater“. Das weltbekannte Maschinenbauunternehmen stellt große Tunnelbohrmaschinen her und beschäftigt rund 5000 Menschen.Herrenknecht droht mit VerlagerungNach Ansicht des Mittelständlers haben die Verantwortlichen im vergangenen Oktober „einen derartigen Mist gebaut“. Die massiven Holz-Blumenkübel seien in der dunklen Jahreszeit aufgestellt worden, kaum sichtbar und ohne ausreichende Abstimmung mit der Polizei.







