Michael M. wusste sofort, dass hier etwas nicht stimmt. Er kennt seinen Führerstand besser als seine Drei-Zimmer-Wohnung. Über Handgriffe und Abläufe denke er nicht mehr nach, „das sind alles Automatismen nach so vielen Jahren“, sagt er. Doch als er am Dienstagabend gegen 22.20 Uhr seinen Fahrdienstleiter kontaktieren wollte, war da: nichts. Einfach gar nichts. „Ich hab das erstmal gar nicht verstanden“, sagt er, „das war Neuland.“ Er griff dann zu seinem Diensthandy und rief über den konventionellen Weg in der Leitstelle an. Nach einer gefühlten Ewigkeit sei dort jemand ans Telefon gegangen und habe mitgeteilt, dass gerade „was Größeres“ kaputt sei. „Da wusste ich: Das hier ist nicht normal.“