Bayerns Justizminister Georg Eisenreich (CSU) fordert für sexualisierte Deepfakes einen Strafrahmen von bis zu fünf Jahren Haft. »Sie verfügen über ein ähnlich hohes Schadenspotential wie eine Körperverletzung«, sagte Eisenreich in München . Bei Deepfakes wird etwa das Gesicht der Opfer mithilfe künstlicher Intelligenz in ein Foto oder Video – etwa eine Porno-Sequenz – eingefügt oder die Stimme künstlich nachgeahmt. Dadurch wirkt es auf den Betrachter so, als würden die Betroffenen Dinge tun oder sagen, die in Wahrheit nie passiert sind.»Deepfakes werden zum Mobben, in Rachepornos oder in betrügerischer Absicht eingesetzt«, sagte Eisenreich. Sie würden vor allem genutzt, um Frauen und Mädchen bloßzustellen und zu erniedrigen.Derzeit liegt ein erster Entwurf für ein Gesetz vor, das unter anderem das Erstellen und Verbreiten sexualisierter Deepfakes unter Strafe stellen soll. Auch sollen Betroffene Accounts sperren lassen können. Eisenreich geht der vorgesehene Strafrahmen von bis zu zwei Jahren aber nicht weit genug – für schwerwiegende Fälle hält er fünf Jahre für angemessen. Zudem fehle eine Regelung zum Identitätsmissbrauch. Dabei schlüpfen Kriminelle im Internet in die Identität einer anderen Person, um den Ruf ihrer Opfer zu ruinieren oder sich unrechtmäßig zu bereichern.
Deepfakes: Bayerns Justizminister will härtere Strafen für Deepfakes
Wenn das eigene Gesicht mithilfe von KI in pornografische Fotos oder Videos eingebaut wird, kann das die Opfer tief erschüttern. Wie der bayerische Justizminister dagegen vorgehen will.







