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WM 2026: Ghana-Coach wütet nach Schlüsselszene gegen England gegen VAR Live-Blog Nur Vogts und Derwall haben bessere Bundestrainer-Bilanz als Nagelsmann +++ USA lockern Reiseauflagen für Irans WM-Team +++ Frankreich-Coach Deschamps reist ab +++ Der Newsblog.

24.06.2026 - 09:45 Uhr Artikel anhörenGhana-Coach Carlos Queiroz: „Ich bin mir nicht sicher, ob der Videobeweis bei der Weltmeisterschaft noch funktioniert.“ Foto: REUTERSGhana-Coach wütet: VAR in der Kaffeepause?Ghanas Trainer Carlos Queiroz hat dem Videoschiedsrichter nach dem 0:0 gegen England bei der Fußball-WM eine kulinarische Pause unterstellt. „Wieder einmal hat der VAR einen Kaffee getrunken. Das ist verständlich, ich würde mir auch ab und zu gern einen Kaffee gönnen, aber es war ein klarer Elfmeter, Rote Karte“, sagte der 73 Jahre alte Portugiese. Er spielte auf eine knifflige Szene nach knapp 80 Minuten an. England-Verteidiger Ezri Konsas hatte den zum Tor eilenden Prince Adu energisch vom Schuss abgehalten. Der VAR schaute sich das riskante Einsteigen nicht an. Ezri Konsas in Kniehöhe im Tackling gegen Prince Edu: Umstrittene Szene. Imago„Wir hatten unsere Chancen, bis zu dem Punkt, an dem sie Glück hatten. Sehr viel Glück“, sagte Queiroz bei der Pressekonferenz. „Ich bin mir nicht sicher, ob der Videobeweis bei der Weltmeisterschaft noch funktioniert. Haben wir den Videobeweis überhaupt noch? Funktioniert er noch?“Nach Frisuren-Scherz: Der „echte Ronaldo“ beschenkt LewelingWas für ein WM-Souvenir: Jamie Leweling hat nach seinem Frisuren-Scherz von Brasiliens einstigem Topstürmer Ronaldo ein Trikot mit persönlicher Widmung geschenkt bekommen. Stolz präsentierte der Stuttgarter Offensivspieler das Präsent bei der Pressekonferenz der deutschen Fußball-Nationalmannschaft in Winston-Salem. „Jeder hat mitbekommen, ich habe mein Profilbild geändert vor der WM, ja diese Ronaldo-Frisur. Es war eigentlich ein Spaß oder als Spaß gedacht. Aber mittlerweile hat es so viel Aufmerksamkeit bekommen, dass auch der echte Ronaldo mir ein Trikot geschenkt hat. Das hat mich sehr gefreut“, sagte der 25-Jährige. Der Hintergrund der ungewöhnlichen Stürmer-Connection: Leweling hatte etwas überraschend für die WM das DFB-Trikot mit der Nummer Neun bekommen. Daraufhin zeigte er sich in den sozialen Medien per Fotomontage mit der legendären Ronaldo-Frisur vom WM-Triumph 2002 – ein Haarbüschel mit auffälliger Dreiecksform über der Stirn. Ronaldo hatte die Neun als Nummer gehabt und damit Brasilien in Japan vor 24 Jahren zum WM-Sieg gegen Deutschland (2:0) geschossen. In Stuttgart trägt Leweling die Nummer 18 auf dem Trikot. Die Aktion fand großen Anklang in den sozialen Netzwerken und erreichte auch Ronaldo selbst. Eine brasilianische TV-Reporterin überreichte dann das Trikot nach dem 2:1 gegen die Elfenbeinküste in Toronto, bei dem Leweling sein WM-Debüt gab. Und die Geschichte könnte noch weitergehen. Denn Leweling machte noch ein „Versprechen an Deutschland“. Holt die DFB-Elf am 19. Juli den Titel, wird die Fotomontage Realität. „Wenn wir das Finale gewinnen, dann mache ich mir die Frisur auf jeden Fall“, sagte Leweling lachend.Jamie Leweling zeigt bei der DFB-Pressekonferenz das signierte Ronaldo-Trikot. dpaBellingham beruhigt England-Fans: „Kein Drama, kein Stress“Fußball-Nationalspieler Jude Bellingham hat nach dem enttäuschenden 0:0 gegen Ghana an die englischen Fans appelliert, nicht in Panik zu verfallen. „Kein Stress, kein Drama. Meine Botschaft an alle ist, positiv zu bleiben und die gute Euphorie weiter aufrechtzuerhalten. Es ist nicht das Ende der Welt. Wir haben vier Punkte und sind in einer guten Position“, befand der Offensivspieler, nachdem seine Mannschaft an der Abwehr der Ghanaer verzweifelt war. Die Three Lions gehen dennoch als Gruppenerster in den abschließenden Spieltag und sind klarer Favorit gegen Panama. Am Einzug in die K.o.-Runde zweifelt wohl niemand mehr. Dennoch hinterließ das torlose Remis gegen das ghanaische Abwehrbollwerk einen faden Beigeschmack bei den Anhängern, die den ersten WM-Titel seit 60 Jahren herbeisehnen. Auf die Frage, wie er mit negativen Reaktionen in den sozialen Medien umgehe, antwortete Bellingham: „Wir versuchen es, so gut wie möglich zu ignorieren.“ Stattdessen forderte er die Pressevertreter auf, nicht zu negativ zu schreiben. Allzu viele positive Eindrücke blieben nach dem Spiel aber nicht hängen.Jude Bellingham: Enttäuschung nach dem Abpfiff gegen Ghana auch bei ihm. ImagoUS-Regierung lockert Reiseauflagen für Irans WM-TeamDie US-Regierung lockert die Reisebeschränkungen für die iranische Nationalmannschaft bei der Fußball-Weltmeisterschaft. Für das Gruppenspiel gegen Ägypten am Freitag (5 Uhr am Samstag deutscher Zeit) in Seattle dürfe die Mannschaft bereits zwei Tage vor der Partie in die USA einreisen, teilte das Heimatschutzministerium (DHS) auf Anfrage mit.Bei den ersten beiden WM-Partien in Los Angeles war dem Team die Einreise nach US-Medienberichten erst innerhalb von 24 Stunden vor dem Anpfiff gestattet worden. An der Pflicht zur sofortigen Ausreise nach dem Spiel halte die Regierung fest, hieß es nun. „Die iranische Mannschaft wird weiterhin verpflichtet sein, das Land am Tag des Spiels zu verlassen“, erklärte ein DHS-Sprecher. Die übrigen Sicherheitsvorkehrungen blieben unverändert.Nach Angaben des Weißen Hauses war eine Überprüfung der Regelung bereits zuvor in Aussicht gestellt worden. Der Leiter der Fifa-Taskforce des Weißen Hauses, Andrew Giuliani, hatte in den vergangenen Tagen erklärt, die Reisevorgaben würden fortlaufend bewertet. Das iranische Team hat sein Basislager im mexikanischen Tijuana. Iranische Spieler und Funktionäre hatten die Sonderauflagen wiederholt kritisiert und eine Gleichbehandlung mit den anderen WM-Teilnehmern gefordert.Tod der Mutter: Frankreichs WM-Coach Deschamps reist abTraurige Nachrichten um Didier Deschamps: Wegen des Todes seiner Mutter wird Frankreichs Nationaltrainer nicht beim nächsten WM-Spiel des Ex-Weltmeisters gegen Norwegen dabei sein. Dies gab der französische Fußball-Verband vor dem letzten Gruppenspiel der „Bleus“ am Freitag (21.00 Uhr) gegen Norwegen in Boston bekannt. „Der Nationaltrainer musste heute Morgen den schmerzlichen Tod seiner Mutter verkraften. Er wird nach Frankreich zurückkehren, um an der Beerdigung teilzunehmen“, hieß es.Assistent Guy Stéphan übernimmt „In Absprache mit Philippe Diallo, dem Präsidenten des französischen Fußballverbands, der sich im Trainingslager der französischen Nationalmannschaft aufhält, hat Didier Deschamps seinem Assistenten Guy Stéphan die Verantwortung übertragen, die Mannschaft bis zu seiner Rückkehr zu leiten“, teilte der Verband mit.Der 57-jährige Deschamps ist seit 2012 Nationalcoach und holte mit der Auswahl 2018 den WM-Titel. Nach dem Turnier in den USA, Kanada und Mexiko soll er Berichten zufolge von Frankreichs Fußball-Legende Zinédine Zidane abgelöst werden.Lebende Statue bei WM: Kongo-Fan zieht Blicke auf sichWährend um ihn herum die Fans schreien, jubeln und fluchen, verharrt Michel Kuka Mboladinga in absoluter Regungslosigkeit. Sein rechter Arm ist dabei erhoben, sein Blick geht in die Ferne. Seine Kleidung aus Jackett, Hemd, Krawatte und Anzughose spiegelt die Farben der Flagge der Demokratischen Republik Kongo wider. So verfolgte Mboladinga, besser bekannt als „Lumumba Vea“, das WM-Spiel Kongos in Zapopan gegen Kolumbien.Seine Pose ist der Lumumba-Statue nachempfunden, die in Kongos Hauptstadt Kinshasa steht. Sie ist eine Hommage an den 1961 ermordeten Präsidenten Patrice Lumumba. „So wie Lumumba sein Leben für unser Land geopfert hat, ist mein Opfer ein kleiner Preis, den ich gerne zahle, weil mir diese Mannschaft so sehr am Herzen liegt“, sagte Mboladinga.Michel Nkuka Mboladinga posiert als Statue des ermordeten Unabhängigkeitshelden des Landes, Patrice Lumumba, vor dem WM-Gruppenspiel der Gruppe K zwischen Kolumbien und dem Kongo in Zapopan. dpa