Es ist mal wieder soweit: Der Sommer hat jenes apokalyptische Hitze- und Unerträglichkeitslevel erreicht, bei dem der Mensch beginnt, seine Würde aufzugeben. Er steht in Duldungsstarre vor den Kühlregalen im Supermarkt und tut, als würde er sich für sinnlos diversifizierte Joghurtsorten interessieren. Freibäder mutieren zu gesellschaftlichen Kampfzonen, bei denen der Quadratmeter Schatten denselben Marktwert hat wie der einer Mietwohnung im Prenzlauer Berg. Straßenbahnschienen glühen, Asphalt und Hirne werden weich, und alle mit nackten Oberschenkeln kleben an ihrem BVG-Sitz fest.
Konstante und sagenhafte 13 Grad im Bunker
Der Mensch sucht also Rettung. Da er aber nicht mehr in Höhlen lebt (gilt nicht für Rotz-und Rüpel-Berliner!), flüchtet er sich in seinen Hobbykeller, in U-Bahn-Schachte oder rettet sich in klimatisierte Shoppingcenter, die er sonst hasst. Und genau in diesem Moment kommt Brandenburg auf den Plan.
Tagebuch
Geschichten aus dem Berliner Nahverkehr: „Wenn ich einen fahren lasse, dann läufst du von allein!“














