PfadnavigationHomePanoramaWetterprognoseDeutschland steuert auf 40-Grad-Hitzerekorde zu – Städte erlassen GrillverboteStand: 08:49 UhrLesedauer: 3 MinutenEin Mann trägt bei sonnigem Wetter ein Paket mit WasserflaschenQuelle: Andreas Arnold/dpaDeutschland schwitzt weiter: Die Temperaturen sollen bis zum Wochenende auf potenziell 40 Grad steigen. Flüsse heizen sich auf, erste Städte verhängen Grillverbote.Es wird heiß: Ab jetzt steigen die Temperaturen. „Jetzt geht’s in den nächsten Tagen immer ein Stückchen höher“, sagte Stefan Rubach, Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes (DWD).Am Mittwoch werden dem DWD zufolge bis zu 37 Grad im Westen erwartet, am Donnerstag liegen die Höchstwerte zwischen 31 Grad im Norden und 39 Grad im Westen Deutschlands, am Freitag zwischen 30 und 40 Grad. Den Höhepunkt erwartet der DWD am Wochenende. Voraussichtlich am Samstag können es dann bis zu 41 Grad werden. Der DWD rechnet mit Hitzerekorden im Juni, vor allem im Westen und Südwesten der Republik. Der bisherige Rekord für den Monat Juni wurde am 30. Juni 2019 in Bernburg in Sachsen-Anhalt mit 39,6 Grad gemessen. Der insgesamt höchste Wert seit Beginn der Aufzeichnungen wurde nur knapp vier Wochen später, am 25. Juli 2019, mit 41,2 Grad in Tönisvorst und Duisburg-Baerl registriert.In Bayern werden Donnerstag und Freitag Spitzenwerte von 39 Grad erwartet. Über dem südlichen Bergland sind vereinzelt kräftige Gewitter möglich.In Niedersachsen und Bremen muss erst zum Wochenende hin mit sehr hohen Temperaturen gerechnet werden. Die hohen Temperaturen dauern auch in Hessen an. Zur Wochenmitte wird es sonnig – die Temperaturen klettern dort dann auf 34 bis 39 Grad, wie der DWD mitteilte. Lesen Sie auchWegen der Hitzewelle erweitert die Stadt Beelitz (Brandenburg) die Öffnungszeiten des Freibads. Wer sich abkühlen will, kann jetzt deutlich länger ins Wasser. Bis zum Ende der Woche sei das Bad täglich von 9 bis 19 Uhr geöffnet, teilte die Stadt mit. Lesen Sie auchNeben dem Wasserspaß gibt es aber auch erste Dürrewarnungen. In Brandenburg, Hessen und Nordrhein-Westfalen rufen die ersten Kommunen und auch Wasserbetriebe ihre Bürger bereits auf, sparsam mit dem Wasser umzugehen. Auf die Befüllung von Pools und ausgiebiges Wässern von Gärten und Rasenflächen soll dort verzichtet werden. In Brandenburg sind laut einem Bericht des RRB bereits 20 Gemeinden betroffen, vorwiegend in den Landkreisen Dahme-Spreewald und Oder-Spree. In Nordrhein-Westfalen droht den Kleinstädten Bad Oeynhausen, Löhne, Hüllhorst und Hille laut einem Artikel in der „Neuen Westfälischen“ bereits das Trinkwasser auszugehen, ab Mittwoch wird dort auf verminderte Nutzung gedrängt. Caritas drängt Bundesregierung zum HandelnIn Rheinland-Pfalz haben sich Rhein und Mosel stellenweise auf über 25 Grad Celsius erwärmt, das Land hat laut dem „Stern“ die erste Warnstufe ausgerufen. Die Temperatur im Rhein wird sich voraussichtlich noch weiter auf 27 Grad Celsius erhöhen, wie das rheinland-pfälzische Umweltministerium am Dienstag in Mainz mitteilte.In Baden-Württemberg wurden in Städten wie Stuttgart und Freiburg Grillverbote erlassen, wie die „Tagesschau“ reportiert. In Stuttgart sperrt das zuständige Gartenamt bis auf Weiteres alle öffentlichen Grillstellen. Außerdem wies das Amt darauf hin, dass das Entzünden von Feuer im Wald und in Grünanlagen verboten ist.Die Caritas forderte die Bundesregierung unterdessen auf, gezielte staatliche Hilfen für die energetische Sanierung von Sozialimmobilien aufzulegen. „Unsere sozialen Einrichtungen benötigen dringend verlässliche und auskömmlich ausgestattete Förderprogramme, um an heißen Sommertagen diese Personengruppen bestmöglich schützen zu können“, sagte Caritas-Vorstand Friedrich von Schönfeld den Zeitungen der Funke Mediengruppe vom Mittwoch.dpa/krott