Bundesweiter Bahn-Ausfall: Der Verkehrsminister von Nordrhein-Westfalen spricht von einem «neuen Tiefpunkt» +++ Verband fordert genaue AufklärungEine Störung des digitalen Bahnfunks hat in der Nacht auf Mittwoch bundesweit die Bahnen lahmgelegt. Die wichtigsten Neuigkeiten im Überblick.24.06.2026, 07.58 Uhr1 LeseminutenAktualisiertIn der Nacht auf Mittwoch fiel bundesweit der Bahnverkehr aus.Friedemann Vogel / EPADer Verkehrsminister von Nordrhein-Westfalen spricht von einem «neuen Tiefpunkt»Im Bundesland Nordrhein-Westfalen läuft der Bahnverkehr laut Medienberichten wieder weitgehend normal. Trotzdem kritisiert Verkehrsminister Oliver Krischer die Bahn scharf. «Das macht mich fassungslos. Dass durch einen technischen Defekt der komplette Bahnverkehr in Deutschland zum Erliegen kommt, ist ein neuer Tiefpunkt bei einer ohnehin schwachen Betriebsqualität», sagte er der Deutschen Presse-Agentur.Er erwarte, dass die Bahn den Vorfall «transparent und lückenlos» aufkläre. Es könne nicht sein, dass wegen des Ausfalls eines Systems Zehntausende Menschen die Nacht in Zügen und Bahnhöfen verbringen müssen, sagte Krischer. Er äusserte zudem Kritik am Notfallmanagement der Bahn. «Hier braucht es Notfallmechanismen, die ein solches Desaster in Zukunft vermeiden.»Oliver Krischer erwartet, dass die Bahn den Vorfall «transparent und lückenlos» aufklärt.Marc John / ImagoVerband fordert genaue AufklärungDer Verband der privaten Güterbahnen hat nach dem mehrstündigen Ausfall des Bahnverkehrs in Deutschland eine genaue Aufarbeitung gefordert. Die Ursache für den Ausfall am späten Dienstagabend dürfe «nicht allein durch eine Selbstauskunft der DB InfraGO als Betreiberin beantwortet werden», sagte Verbandsgeschäftsführer Peter Westenberger der Deutschen Presse-Agentur. Es brauche eine bessere Überwachung und Steuerung des Schieneninfrastrukturbetriebs. Der Verband fordert dazu seit langem die Gründung eines Bundesamts für Schieneninfrastruktur.Die privaten Güterbahnen, also die Konkurrenten von DB Cargo, waren ebenfalls von der Störung betroffen und das ausgerechnet am späten Abend. «Da der Güterverkehr zu einem erheblichen Teil in den Nachtstunden unterwegs ist, sind die Beeinträchtigungen durch den Shutdown auch sehr hoch», sagte Westenberger.Die Bahn fährt wieder, Probleme bleiben aber bis zum BerufsverkehrNach der rund zweistündigen bundesweiten Störung der Deutschen Bahn fahren die ersten Züge seit 0 Uhr 30 wieder. Seither läuft der Verkehr am frühen Morgen Schritt für Schritt weiter an. Die Probleme sollten bis zum Berufsverkehr aber weiter anhalten. Bis sich der Bahnverkehr wieder normalisiert habe, müsse mindestens bis 6 Uhr mit hohen Folgeverspätungen und kurzfristigen Fahrtausfällen gerechnet werden, teilt die Bahn mit.Der Grund für die Störung war laut der Deutschen Bahn eine Störung des digitalen Bahnfunksystems GSM-R. Optimieren Sie Ihre BrowsereinstellungenNZZ.ch benötigt JavaScript für wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.Bitte passen Sie die Einstellungen an.Für Sie empfohlen
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