Mit „Resurrection“ ist Regisseur Bi Gan ein Meisterstück gelungen, das das Kino selbst aufs Podest hebt. Wer sich darauf einlässt, wird belohnt.
Ein Apfel? Vielleicht. Tai Zhaomei (Li Gengxi) in „Resurrection“
Plaion
Gut 130 Jahre ist es her, dass die Lumière-Brüder mit einer Vorführung in Paris die Geburtsstunde des Kinos einläuteten. Was anfangs von den beiden als „Ergänzung zur Fotografie“ erdacht wurde, entwickelte sich schnell zu einem weltweiten Siegeszug sondergleichen.
Fast jeder erdenkliche Stoff wurde seitdem erprobt, raffiniert und gelegentlich auch auserzählt. Umso beachtenswerter ist es, wenn heute ein Regisseur seinen cineastischen Vorbildern Respekt zollt und gleichwohl seine völlig eigene Handschrift findet. Noch erstaunlicher ist es, wenn einem beim Gang ins Kino die Kinnlade gleich zweimal runterfällt. Der neuste Film des chinesischen Auteurs Bi Gan ist ein Exkurs in die (Film-)Geschichte, der staunen lässt.






