Ein Fan der jordanischen Nationalmannschaft ist bei einer Massenpanik ums Leben gekommen. Wie die nationalen Behörden am Dienstag bekannt gaben, ereignete sich der tragische Zwischenfall in der Nähe des römischen Theaters in der Hauptstadt Amman, wo Tausende das WM-Spiel gegen Algerien (1:2) verfolgt hatten. Zudem wurden acht weitere Menschen verletzt.Der Sprecher der Behörde für öffentliche Sicherheit erklärte in einer Mitteilung, dass „neun Personen am frühen Dienstagmorgen ins Krankenhaus gebracht wurden, nachdem sie bei einem Gedränge auf dem Haschemitischen Platz“, wo Großbildleinwände für die Übertragung der WM-Spiele stehen, „verletzt worden waren“. Er fügte hinzu, dass „einer der Verletzten kurz nach seiner Einlieferung verstorben sei“ und zur Feststellung der genauen Todesursache an das Institut für Rechtsmedizin überführt worden sei. Die anderen seien medizinisch versorgt worden und ihr Zustand werde als stabil bis mäßig eingestuft, sagte der Sprecher. Eine medizinische Quelle präzisierte, dass das Opfer, ein jordanischer Fan, etwa zwanzig Jahre alt gewesen sei.Zahlreiche Jordanier hatten sich in der Nacht von Montag auf Dienstag versammelt, um das zweite Spiel ihrer Mannschaft an dem historischen Ort zu verfolgen, der Platz für etwa 6000 Menschen bietet. Laut einer Quelle aus dem Ministerium waren jedoch mehr als 15.000 Zuschauer anwesend. Der Turnier-Neuling Jordanien kassierte gegen Algerien die zweite Niederlage im zweiten WM-Spiel und kann sich damit nicht mehr für die K.-o.-Phase qualifizieren. (sid)Wer spielt heute wann gegen wen? Wo werden die Spiele gezeigt? Alle Infos – und was sonst noch wichtig ist: Cristiano Ronaldo hat seiner außergewöhnlichen Karriere einen weiteren Meilenstein hinzugefügt – und sich „seinen“ Rekord zurückgeholt. Mit seinem Treffer zum 1:0 beim zweiten WM-Gruppenspiel in Houston gegen Usbekistan ist der Portugiese nun der erste Spieler der Geschichte, der bei sechs verschiedenen Weltmeisterschaften getroffen hat.Schon vor der XXL-Endrunde in den USA, Mexiko und Kanada hatte der 41-Jährige den Rekord inne, bis Lionel Messi mit seinem ersten Turniertreffer gegen Algerien zum Auftakt gleichzog. Der Argentinier, der ebenfalls seine sechste WM spielt, war jedoch 2010 in Südafrika ohne Turniertor geblieben, weshalb Ronaldo sich nun wieder den alleinigen Rekord sichern konnte.Hinter den beiden Ikonen sind in der Rangliste auch zwei Deutsche zu finden: Uwe Seeler und Miroslav Klose trafen wie die brasilianische Legende Pelé bei jeweils vier Weltmeisterschaften. (sid)Keven Schlotterbeck hat das WM-Aus seines Bruders Nico das Fußballherz zerrissen. „Es tut mir unendlich weh, dass die WM vorbei ist für ihn“, sagte der Profi des Bundesligaklub FC Augsburg, der das Verletzungsdrama beim deutschen Gruppenspiel gegen die Elfenbeinküste (2:1) in Toronto im Stadion mitverfolgt hatte, am Dienstag bei MagentaTV.„Ich weiß, dass Nico ein harter Hund ist. Dadurch, dass er nicht sofort aufstand, ist es auch nicht so einfach für den großen Bruder“, bekannte der 29-Jährige. Der zweieinhalb Jahre jüngere Nico hatte sich am vergangenen Samstag eine Innenbandverletzung zugezogen und fällt mehrere Monate aus.„Ich habe natürlich mit meinem Bruder gesprochen, es sieht nicht so rosig aus“, sagte Schlotterbeck, er wolle da aber „nicht zu viel verraten, das macht er dann in aller Ruhe. Aber es ist ein Knackpunkt für ihn.“Dennoch gelte nun: „Weitermachen, Krone richten, auf gut Deutsch, und durchgehen. In vier Jahren ist die nächste WM. Er darf sich jetzt darauf freuen, weiter geht's.“Schlotterbeck hat sich vorgenommen, seinen verletzten Bruder „ein bisschen abzulenken“ und ihm einen Trip nach New York empfohlen, „weil es was ganz Besonderes ist. Aber er muss jetzt erstmal ein paar Wochen schlucken.“ (sid)Der verletzte Nico Schlotterbeck soll die deutsche Nationalmannschaft trotz seiner Verletzung zum WM-Gruppenfinale gegen Ecuador begleiten. Entsprechende Medienberichte bestätigte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) auf Anfrage.Das Duell mit den Südamerikanern findet am Donnerstag (22.00 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Fußball-WM, in der ARD und bei MagentaTV) im Finalstadion von East Rutherford statt. Schlotterbeck steht dort nach seiner Innenbandverletzung im zweiten Vorrundenspiel gegen die Elfenbeinküste (2:1) wie für den Rest des Turniers nicht mehr zur Verfügung.Dennoch hatte sich der Dortmunder dazu entschieden, zunächst noch bei der Mannschaft zu bleiben. Auch in der K.-o.-Runde, für die das DFB-Team bereits qualifiziert ist, soll er noch dabei sein.„Er wird die Mannschaft unterstützen und die Mitspieler mit führen, auch für den Teamgeist“, sagte Sportdirektor Rudi Völler. Schlotterbeck geht aktuell an Krücken, um seinen verletzten linken Knöchel zu schonen, und soll einen Spezialschuh bekommen. (sid)Die deutschen Nationalspieler können in ihrem Gruppenfinale gegen Ecuador ohne Sorgen vor einer unmittelbaren Sperre in die Zweikämpfe gehen. Da die DFB-Auswahl in ihren ersten beiden Turnierspielen gegen Curacao (7:1) und die Elfenbeinküste (2:1) keine Gelbe Karte sah, ist eine Sperre frühestens bei einem Einzug ins Viertelfinale möglich.Ein Spieler ist erst nach zwei Gelben Karten gesperrt, nach einer Regeländerung der FIFA werden die Verwarnungen aber nach der Gruppenphase gestrichen. Damit wäre ein Spieler der Mannschaft von Bundestrainer Julian Nagelsmann erst dann gesperrt, wenn er im Sechzehntelfinale und im Achtelfinale eine Gelbe Karte sehen würde. (sid)Philipp Lahm hat mit klaren Worten den Weltverband FIFA und dessen Präsidenten Gianni Infantino kritisiert. „Am bedenklichsten ist Gianni Infantinos Nähe zu Machthabern wie Donald Trump“, schrieb der deutsche Weltmeister-Kapitän von 2014 in der „Zeit“ mit Blick auf Infantinos Verbindung zu dem US-Präsidenten. „Man hegt den Verdacht, dass sie persönliche Vorteile aus ihren Ämtern ziehen. Die WM wird verkauft. Das raubt dem Fußball Glaubwürdigkeit.“Es würden Figuren am Fußball zerren, „die etwas anderes im Sinn haben, etwas Zwielichtiges“, schrieb der langjährige Bayern-Profi Lahm, der konkret die hohen Ticketpreise bei der WM anprangerte: „Die maximiert die FIFA, indem sie keine ehrlichen Angaben über die wahre Nachfrage macht.“ Die hohen Eintrittspreise und das dynamische Preismodell sind ein großes Thema bei dem Turnier in den USA, Kanada und Mexiko.Für Lahm muss die WM bei ihrem Vier-Jahres-Rhythmus bleiben. „Ein Turnier braucht Vorbereitung und Nachbereitung, um nachhaltig zu wirken“, meinte der ehemalige Weltklasse-Verteidiger. Wiederkehrende Vorschläge, die WM alle zwei Jahre auszutragen, würden ihn irritieren. Infantino hatte dies 2021 eingebracht, war nach erheblichem Widerstand aus Europa und Südamerika aber wieder von dem Plan abgerückt. Auch die Belastung für die Spitzenspieler durch mehr Wettbewerbe sieht Lahm als Problem. „Die aufgeblähte Club-WM hat den ohnehin schon vollen Kalender verdichtet. Mit einem zusätzlichen Turnier über mehrere Wochen und teilweise extremen Temperaturen ist die Belastung für die Spieler weiter gestiegen“, schrieb er.Lob gab es von Lahm dagegen für die Erweiterung der WM von 32 auf nun erstmals 48 Mannschaften. „Es ist nun mal die Aufgabe der FIFA, den Fußball überall weiterzuentwickeln. Das geht nur über Teilhabe. Qualitätsunterschiede sind in Kauf zu nehmen“, meinte der frühere Profi. (dpa)Prominente Unterstützung aus der Politik für die deutsche Fußball-Nationalmannschaft bei der WM: Beim abschließenden Gruppenspiel gegen Ecuador am Donnerstag in New Jersey (22.00 Uhr MESZ im F.A.Z.-Liveticker zur Fußball-WM, in der ARD und bei MagentaTV) wird Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) auf der Tribüne sitzen. Dies teilte der Deutsche Bundestag mit.Klöckner hält sich zum Zeitpunkt des Spiels in New York auf, um politische Gespräche unter anderem mit UN-Generalsekretär António Guterres sowie der deutschen Präsidentin der Generalversammlung der Vereinten Nationen, Annalena Baerbock, zu führen. (sid)Die Freundin von Portugals Nationalspieler Joao Neves ist im Internet massiv von Anhängern seines Teamkollegen Cristiano Ronaldo beschimpft worden. Unter einem Instagram-Post der Schauspielerin Madalena Aragao stehen mittlerweile mehr als 7.000 Kommentare mit teils beleidigendem Inhalt.Inzwischen gibt es allerdings Hinweise, dass der Anlass der Beschimpfungen eine Fälschung war. Ausgangspunkt waren Berichte über einen angeblichen Screenshot von Aragaos Instagram-Profil. Dieser Screenshot erweckte den Eindruck, ein Nutzer habe unter einem Foto von ihr und Neves geschrieben: „Dein Freund ist ein Idiot. Sag ihm, er soll den Ball zu meinem GOAT (Der Größte aller Zeiten) passen.“ Als Antwort darauf war ein angeblicher Post von Aragao zu sehen mit den Worten: „Sag deinem goat, er soll in Rente gehen. Er ist sehr egoistisch!“Auch Deutsche Presse-Agentur hatte über den Post berichtet und ihn Aragao zugeschrieben, die Meldung wurde im WM-Liveblog der F.A.Z. gepostet. Angaben des portugiesischen Fußballverbands und Medienberichten zufolge soll der Post gefälscht gewesen sein. „Natürlich handelt es sich um eine Fälschung, da alle Aussagen von João Neves zu Ronaldo falsch interpretiert werden und daher ebenfalls eine Fälschung sind“, teilte ein Sprecher des Verbands der Deutschen Presse-Agentur mit. Allerdings lässt sich weiterhin nicht zweifelsfrei überprüfen, ob und wenn ja wie der Post gefälscht wurde. Die Künstleragentur von Aragao reagierte zunächst nicht auf eine Anfrage zur Echtheit des Posts.Medien in Portugal hatten ohne konkrete Quellenangabe von einer Manipulation berichtet. Die Schauspielerin schränkte wegen der Hasskommentare die Kommentarfunktion auf ihrem Account inzwischen ein. (dpa)Der neue Chef des italienischen Fußballverbands, Giovanni Malagò, hat die Verpflichtung eines ausländischen Nationaltrainers und damit ein Novum nicht ausgeschlossen. Im Gespräch mit der Zeitung „La Repubblica“ sagte der 67-Jährige auf die Frage nach einem Coach für die Squadra Azzurra aus dem Ausland: „Man soll niemals nie sagen.“ Konkreter wurde Malagò aber nicht.Der erfahrene Sportfunktionär war am Montag auf der FIGC-Mitgliederversammlung zum neuen Verbandschef gewählt worden. Er soll den italienischen Fußball nach dem jüngsten WM-Qualifikations-Desaster wieder auf Kurs bringen und neu aufstellen. Eine der ersten Aufgaben von Malagò wird es sein, einen neuen Nationaltrainer zu finden. Der Posten ist derzeit vakant.Nach dem abermaligen Scheitern der Italiener in der WM-Qualifikation im Spiel gegen Bosnien-Herzegowina im März mussten zahlreiche Verantwortliche ihren Platz räumen: Verbandspräsident Gabriele Gravina, Nationaltrainer Gennaro Gattuso sowie Torwart-Legende Gianluigi Buffon als Teamkoordinator. (dpa)In der WM-Nacht sorgte eine ungewöhnlich lange Regenpause für Wirbel. Algerien gewinnt nach Rückstand doch noch. Und Lionel Messi trifft und trifft. Alles Wichtige im Überblick: Thomas Tuchel hat die Arbeit mit seiner hochkarätigen Offensive mit dem Job eines Dirigenten verglichen. „Ein sehr berühmter Dirigent hat einmal gesagt, er wolle die Musik und die Musiker nicht stören. Genau das versuchen wir im Trainerteam zu tun“, sagte Englands Nationalcoach vor dem zweiten WM-Gruppenspiel am Dienstag (22.00 Uhr MESZ im F.A.Z.-Liveticker zur Fußball-WM, ARD und MagentaTV) gegen Ghana: „Wir stören die Spieler nicht, und wir stören das Spiel nicht.“Bei seinem Offensiv-Orchester um Bayern-Star Harry Kane sei es vielmehr die Aufgabe, „sie zu ermutigen, frei zu spielen“, sagte der frühere Bundesliga-Coach gut gelaunt bei der Pressekonferenz in Foxborough. Für noch bessere Laune bei Tuchel sorgte zudem das Einlenken des Weltverbands FIFA nach seiner Kritik an der Fotografenposition während der Nationalhymnen.„Wir haben das Protokoll richtig hinbekommen, und dafür bin ich sehr dankbar“, sagte der 52-Jährige. „Ich weiß, wo mein Platz morgen ist, und wir werden früh genug dort sein, um diesen besonderen Moment vor dem Spiel auf uns wirken zu lassen.“ Nach dem 4:2 der Three Lions gegen Kroatien hatte Tuchel sich beschwert, dass er bei dem besonderen Moment vor dem Anpfiff keinen seiner Spieler sehen konnte, weil er „vor einer Wand“ aus Fotografen stehen musste. (sid)Ein Fan der deutschen Fußball-Nationalmannschaft ist in einem Nachtclub in Toronto verprügelt worden. Wie das Hamburger Abendblatt berichtet, sei der 33 Jahre alte Mann aus Berlin nach dem 2:1-Sieg der DFB-Elf gegen die Elfenbeinküste (Cote d'Ivoire) im Club "Paris Texas" attackiert worden, weil einer seiner Freunde einen Fächer in Regenbogenfarben dabeihatte. "Ich war acht Stunden in der Notaufnahme. Ich hatte eine Platzwunde, die genäht werden musste", berichtete das Mitglied eines DFB-Fanklubs im Gespräch mit dem Abendblatt. (dpa)Mehr ladenTickarooLive Blog Software
Liveblog zur Fußball-WM 2026: Keven Schlotterbeck: „Ich weiß, dass Nico ein harter Hund ist“ | FAZ
Massenpanik: Fußballfan stirbt bei Public Viewing in Jordanien +++ Lahm kritisiert FIFA-Präsident Infantino wegen Nähe zu Trump +++ Bundestagspräsidentin Klöckner bei letztem DFB-Gruppenspiel +++ alle Fußball-WM-2026-News im Liveblog.







