Ein 13-Jähriger ist nach Behördenangaben in der Nacht zum Montag im Westen Spaniens bei einer Feier zum WM-Sieg der spanischen Nationalmannschaft ums Leben gekommen. „Was eigentlich eine Feier zum Sieg der spanischen Nationalmannschaft bei der Fußball-Weltmeisterschaft hätte sein sollen, hat sich in eine Tragödie verwandelt“, teilte die Stadtverwaltung von Ciudad Rodrigo am Montag mit. Medienberichten zufolge starb der Jugendliche beim Einsturz eines Brunnens, auf den mehrere Menschen geklettert waren. (afp)Argentinien darf seine entthronten Weltmeister um Superstar Lionel Messi im Rahmen eines nationalen Feiertages ehren. Die Regierung des Landes hat nach der Finalniederlage gegen Spanien (0:1 n.V.) bestätigt, dass am Tag der Feierlichkeiten nach der Rückkehr der Nationalmannschaft in ihre Heimat die Arbeit ruhen werde. Das wird voraussichtlich am Dienstag der Fall sein. Messi und Co. sollen in der Casa Rosada empfangen werden, dem Amtssitz von Staatspräsident Javier Milei.Der Rechtspopulist bedankte sich nach der Niederlage im Endspiel von East Rutherford bei den Spielern. „Ihr habt bis zum Schluss gekämpft“, rief er ihnen via X zu, Argentinien werde „für immer“ an der Spitze thronen. In einem weiteren Beitrag kündigte er den Feiertag an.Die Albiceleste wird am Montagabend nach einem elfstündigen Flug um 18.00 Uhr Ortszeit (23.00 Uhr MESZ) in Buenos Aires erwartet. Mit seiner Feiertags-Ankündigung kommt Milei einer Aufforderung der Gewerkschaft der Staatsangestellten ATE nach, einer der größten und einflussreichsten des Landes. „Herr Präsident, diese Nationalmannschaft ist eine Quelle enormen Stolzes für das argentinische Volk. Wir müssen sicherstellen, dass sie bei ihrer Heimkehr die Anerkennung erfährt, die sie verdient. Es ist Ihre Pflicht, einen landesweiten Feiertag auszurufen. Zögern Sie nicht länger!“, erklärte Rodolfo Aguiar, der Vorsitzende der Gewerkschaft, bei X. (sid)Ein Mann, ein Wort: Der spanische Fußball-Weltmeister Marc Cucurella will sein Versprechen nach dem WM-Triumph gegen Argentinien (1:0 n.V.) einlösen und sich das Gesicht seines Trainers Luis de la Fuente tätowieren lassen. „Ist hier irgendwo ein Tätowierer?“, schrieb der Profi von Real Madrid in seiner Instagram-Story zu zwei Sternen für die jetzt zwei spanischen WM-Titel.In spanischen Medien wurde Cucurella nach dem Endspiel von East Rutherford überdies so zitiert: „Ich muss jetzt herausfinden, wo ich mir das Tattoo stechen lassen kann. Ich werde es mir an einer gut sichtbaren Stelle machen lassen. Auf dem Rückflug überlege ich mir, wo genau.“Sein Coach reagierte mit Humor auf die ungewöhnliche Ankündigung. „Versprechen muss man halten“, sagte de la Fuente, „und so hässlich bin ich ja nun auch wieder nicht.“ Cucurella hatte die Tattoo-Idee im Rahmen der WM-Vorbereitung geäußert.Sein erstes Tattoo wäre es nicht. Auf seinem linken Oberarm prangt bereits ein stolzer Löwe. Schon auf den Gewinn der EM 2024 in Deutschland hatte Cucurella mit einer Typ-Veränderung reagiert: Nach dem 2:1-Finalsieg über England ließ er sich seine vormals braune Lockenpracht rot färben. (sid)Argentiniens Trainer Lionel Scaloni hat seine Pressekonferenz nach der WM-Finalniederlage gegen Spanien unter Tränen abgebrochen. „Es ist sehr schmerzhaft, es tut mir sehr leid“, sagte der Coach heftig weinend und eilte von der Bühne.Zuvor hatte der 48-Jährige bereits nach dem 0:1 und seinem verpassten zweiten Weltmeistertitel einen Einblick in sein emotionales Innenleben gegeben. „Ich habe mir schon in der Kabine die Augen ausgeweint, deswegen weine ich jetzt nicht“, sagte Scaloni. Wenig später musste er aber dennoch weinen und erhielt aufmunternden Applaus von argentinischen Journalisten.Scaloni schwärmte von seiner Mannschaft um Superstar Lionel Messi. „Es ist ein großartiges Team. Ich hoffe, dass künftige Generationen davon beeinflusst werden.“ Auf einen möglichen Rücktritt des 39 Jahre alten Messi aus dem Nationalteam angesprochen, erklärte der Coach, dass er noch nicht mit dem Kapitän gesprochen habe.Auch zu seiner eigenen Zukunft hielt sich Scaloni zunächst bedeckt. Zuletzt hatte es Berichte gegeben, dass sich der Weltmeistertrainer von 2022 mit dem Verband auf eine Verlängerung seines auslaufenden Vertrags bis 2030 geeinigt habe. Er werde mit dem Verbandspräsidenten sprechen. „Ich bin ihm dankbar, dass ich hier an dieser Stelle sein darf“, sagte Scaloni - und weinte. (dpa)Zum Empfang der spanischen Fußball-Nationalmannschaft werden am Montagnachmittag im Zentrum von Madrid nach Behördenangaben bis zu eine Million Menschen erwartet.Die Mannschaft soll um 12.50 Uhr Ortszeit am Flughafen von Madrid landen. Anschließend werden die Spieler vom Moncloa-Palast, dem Amtssitz von Ministerpräsident Pedro Sánchez, zum Cibeles-Platz fahren. Das teilte Francisco Martín, der Vertreter der Zentralregierung in Madrid, dem öffentlich-rechtlichen Fernsehen in Spanien mit.Auf dem Platz, dem traditionellen Treffpunkt für Feierlichkeiten der spanischen Nationalmannschaft und ihrer Fans, findet anschließend eine Zeremonie mit den Spielern statt. Zur Bewältigung des Andrangs sind zusätzliche Sicherheits- und Verkehrsmaßnahmen geplant, so Martín. Insgesamt werden 2050 Polizeibeamte und 400 Einsatzkräfte der Guardia Civil im Einsatz sein.Madrid bereitete sich bereits am Sonntagabend auf eine lange Partynacht vor, bei der Tausende Fans, die das Spiel in Bars und drei Fanzonen verfolgt hatten, zum Feiern auf die Straßen strömten. Schon nach dem WM-Sieg 2010 in Südafrika hatten Hunderttausende Fans die Mannschaft in Madrid empfangen. (sid)Auch die internationalen Medien reagieren prompt nach dem Finalsieg der Spanier gegen Argentinien um Lionel Messi. Die Pressestimmen im Überblick: Donald Trump und Gianni Infantino sind vor der Siegerehrung für den neuen Fußball-Weltmeister Spanien von großen Teilen des Publikums ausgepfiffen worden. Als beide den Rasen des Finalstadions von East Rutherford betraten, gab es ein Pfeifkonzert. Wenig später überreichten der US-Präsident und der FIFA-Chef um 18.43 Uhr Ortszeit gemeinsam den goldenen WM-Pokal an Spaniens Kapitän Rodri.Trump unterhielt sich danach noch mit einigen spanischen Spielern und ließ es sich auch nicht nehmen, am rechten Rand des Siegerfotos zu posieren. Gemeinsam mit Infantino verteilte Trump auch die Medaillen an das spanische und argentinische Team.Für den US-Präsidenten war es im 104. und letzten Spiel der erste Stadionbesuch bei dieser WM. Trump saß auf der Ehrentribüne auf Höhe der Mittellinie zwischen seiner Ehefrau Melania und Infantino hinter Plexiglas. Schon bei der Klub-WM im vorigen Sommer hatte Trump nach dem Finalsieg des FC Chelsea über Paris Saint-Germain die Trophäe übergeben und dabei für Aufsehen und Verwirrung gesorgt. Als Chelsea-Kapitän Reece James den Pokal in den Händen hielt, blieb Trump einfach auf der Bühne. Reece schaute den US-Präsidenten fragend an und reckte die Trophäe schließlich jubelnd in die Höhe, während Trump inmitten der Chelsea-Profis stand.Nun hatte Trump vor dem WM-Finale beim TV-Sender Fox angekündigt, das Turnier „sofort“ wieder in die USA holen zu wollen. „Wir müssen das wiederholen, und zwar, solange ich noch da bin. Hörst du das, Gianni“, sagte der Präsident in Richtung von Infantino. Trump hatte bereits zuvor eine abermalige Bewerbung seines Landes für eine WM angekündigt. Dies wird erst für das Turnier im Jahre 2038 möglich sein. Die nächste WM findet in Spanien, Portugal und Marokko sowie mit jeweils einem Spiel in Argentinien, Paraguay und Uruguay statt. 2034 ist Saudi-Arabien der alleinige Ausrichter. (dpa)Für Lamine Yamal ist der WM-Triumph mit Spanien in mehrfacher Hinsicht eine historische Leistung. Der Offensivstar vom FC Barcelona ist der erste Fußballer, der im Alter von 19 Jahren bereits die Titel bei Europameisterschaft und Weltmeisterschaft gewann. 2024 in Deutschland wurde er erst während der EM 17 Jahre alt, die WM in Nordamerika begann er nun noch als 18-Jähriger und gewann am Sonntag mit 19 Jahren und sechs Tagen den Titel gegen Argentinien (1:0 n.V.)Yamal ist damit der jüngste spanische Weltmeister der bisherigen Geschichte und zudem der viertjüngste überhaupt. Nur die Brasilianer Pelé (1958/17 Jahre und 249 Tage) und Ronaldo (1994/17 Jahre und 298 Tage) sowie der Italiener Giuseppe Bergomi (1982/18 Jahre und 174 Tage) waren noch jünger. (sid)Hässliche Szenen unmittelbar nach dem Spielende: Argentiniens Leandro Paredes hat sich nach dem Abpfiff des WM-Finals im Moment der 0:1-Niederlage gegen Spanien zu einer Tätlichkeit hinreißen lassen. Paredes griff bei Rangeleien Spaniens Gavi am Leibchen, traf ihn mit der Hand im Gesicht und schubste ihn zu Boden. Der Argentinier stand schon während des Spiels mit einer Gelben Karte vorbelastet kurz vor dem Platzverweis. (dpa)Spanien ist neuer Fußball-Weltmeister! Im Finale gegen Argentinien siegte das Team von Trainer Luis de la Fuente nach Verlängerung 1:0. Zum ersten Mal bei einem WM-Finale gibt es zwischen den Halbzeiten eine Show auf dem Rasen. Die Pause dauert dafür geschlagene 12 Minuten länger als es das Regelwerk eigentlich vorsieht: Kurz vor dem Anpfiff des WM-Finals ist US-Präsident Donald Trump im MetLife Stadium eingetroffen. Nach seiner Landung mit einem Hubschrauber in East Rutherford vor den Toren New Yorks nahm Trump zum Abschluss der Zeremonie mit seiner Ehefrau Melania und FIFA-Präsident Gianni Infantino in der Loge Platz, als ihn die Kamera während der Nationalhymne einfing, gab es vereinzelt Pfiffe und „USA“-Rufe.In der Anfangsphase zeigten die TV-Bilder, wie Brasiliens früherer Weltmeister Ronaldo Trump den Goldpokal brachte. Der tätschelte die Trophäe, die er nach dem Spiel dem Kapitän des Siegers überreichen sollte.Trump hatte die Stadien während des Turniers gemieden, war aber durch den Skandal um die zurückgenommene Sperre für US-Stürmer Folarin Balogun lange präsent. Der 80-Jährige hatte Infantino angerufen und um die Annullierung der Roten Karte gebeten. Die Disziplinarkommission des Weltverbands FIFA setzte die Sperre tatsächlich zur Bewährung aus. Es folgte ein Sturm der Entrüstung, Balogun kam im Achtelfinale gegen Belgien zum Einsatz, doch die USA verloren das Spiel deutlich (1:4). (Sid)Was bleibt von dieser Fußball-WM? Christopher Meltzer hat dazu diese Meinung: Mehr ladenTickarooLive Blog Software
Liveblog zur Fußball-WM 2026: Jugendlicher stirbt bei spanischer WM-Feier | FAZ
Brunnen eingestürzt, auf den mehrere Menschen geklettert waren +++ Nationalfeiertag in Argentinien anberaumt +++ Scaloni bricht Pressekonferenz unter Tränen ab +++ Bleibt Messi im Nationalteam? +++ Eine Million Menschen in Madrid erwartet +++ alle Fußball-WM-2026-News im Liveblog.












