Herbert Grönemeyer hat den Deutschen Nationalpreis erhalten. In seiner Dankesrede rüffelt er die deutsche Spitzenpolitik, lobt die Zivilgesellschaft und sieht sich selbst in der Verantwortung.

23.06.2026, 18.32 Uhr

Herbert Grönemeyer bei der Verleihung des Deutschen Nationalpreises

Herbert Grönemeyer, 70, hat nicht nur seinen Handventilator mit Andreas Voßkuhle, dem früheren Präsidenten des Bundesverfassungsgerichts, bei der Verleihung des Deutschen Nationalpreises geteilt. Er hat auch ebendiesen, den Deutschen Nationalpreis, für sein gesellschaftliches Engagement entgegengenommen.

In seiner Dankesrede plädierte Grönemeyer für einen optimistischen Blick in die Zukunft. »Ich bin ein knackiger, mittelalter, weißhaariger, 70-jähriger Mann aus der Boomergeneration. Ich trage eine große Verantwortung für die mir folgenden Generationen und die trage ich gern.« Die Gesellschaft sei »prallvoll mit demokratischen, humanistischen Elementen«, an die gelte es sich zu erinnern, »wie 2015, als die Menschen in ganz Deutschland den Geflüchteten in Notlagen entgegengegangen sind, sie aufgenommen und sich um sie gekümmert haben«.