„Befreiung von der Mafia“: Magyar räumt mit der Brechstange auf

Ungarns neuer Premier will mit dem Maßnahmenpaket „Fegefeuer“ das Orbán-System zerschlagen. Doch für die Art seines Vorgehens erntet er Kritik.

Ein Präsident auf Abruf: Staatspräsident Tamás Sulyok könnte Péter Magyars „Fegefeuer“ zum Opfer fallen

Denes Erdos/ap/dpa

Der neue ungarische Regierungschef Péter Magyar will radikal mit dem System seines Vorgängers Viktor Orbán brechen. Bei einer Pressekonferenz stellte er am Montag sein „Fegefeuer“ genanntes Maßnahmenpaket vor, das auf das Spitzenpersonal der Orbán-Ära zielt. Mit einer Verfassungsänderung soll mit Magyars Zweidrittelmehrheit der Staatspräsident Tamás Sulyok des Amtes enthoben werden. Einen Rücktritt lehnte Sulyok bisher ab und warnte vor einer Verfassungskrise.