PfadnavigationHomePolitikDeutschlandBundespräsidentSteinmeier mahnt Politiker bei Verwendung von KI zur VorsichtStand: 15:44 UhrLesedauer: 2 MinutenBundespräsident Frank-Walter Steinmeier Quelle: Bernd von Jutrczenka/dpaBundespräsident Steinmeier schaltet sich in die Debatte über den Einsatz Künstlicher Intelligenz bei Reden und Texten von Spitzenpolitikern ein. Politiker dürften nicht den Eindruck erwecken, ihr Urteilsvermögen an Maschinen abzugeben.Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat vor einem unkritischen Einsatz Künstlicher Intelligenz in der Politik gewarnt. Politiker sollten nicht den Eindruck erwecken, ihr Urteilsvermögen an Maschinen auszulagern, erklärte das Bundespräsidialamt dem „Spiegel“.Zur Integrität politischer Verantwortung gehöre es, dass Reden und Stellungnahmen erkennbar von Menschen stammten und jederzeit als deren eigene Worte nachvollziehbar seien. „Andernfalls würde unsere Demokratie Schaden nehmen“, teilte Steinmeiers Sprecherin mit.Lesen Sie auchZugleich warnte Steinmeier vor dem Missbrauch von KI zur gezielten Täuschung. Besonders visuelle oder textliche Fälschungen könnten das Vertrauen in demokratische Prozesse untergraben. KI müsse deshalb ein Werkzeug bleiben, das menschliche Bewertung und Verantwortung unterstütze, aber nicht ersetze.Eine politische Rede oder Meinungsäußerung müsse stets einem Menschen zurechenbar sein und menschliche Vernunft, Reflexion und Urteilskraft zum Ausdruck bringen. „Keine Maschine kann diese Leistung ersetzen“, teilte das Bundespräsidialamt mit.Lesen Sie auchHintergrund sind jüngste Berichte, wonach sich Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt sowie Bundesdigitalminister Karsten Wildberger bei Reden und Texten von KI unterstützen ließen. Ein Beitrag von Voigt und seinem Amtskollegen in Sachsen-Anhalt, Sven Schulze (CDU), war auch in WELT erschienen. Die Fälle haben eine Debatte über den Einsatz Künstlicher Intelligenz in Politik, Medien, Wissenschaft und Literatur ausgelöst. Voigt verteidigte daraufhin grundsätzlich den Einsatz der Technologie. Die Thüringer Staatskanzlei erklärte: Inhalte, Argumente und politische Schlussfolgerungen stammten von den Autoren selbst.Lesen Sie auchSteinmeier selbst nutzt nach Angaben seines Amtes keine KI für seine Reden. Seine Mitarbeiter setzten entsprechende Anwendungen lediglich als Recherchehilfe ein. Reden und Grußworte würden weiterhin von Mitarbeitern verfasst und in enger Abstimmung mit Fachabteilungen und der Hausleitung erarbeitet.jra
Künstliche Intelligenz in der Politik: Steinmeier warnt vor dem Verlust menschlicher Urteilsfähigkeit - WELT
Nach der Debatte um den Einsatz Künstlicher Intelligenz bei Reden und Texten von Spitzenpolitikern mahnt Bundespräsident Steinmeier zur Vorsicht. Politiker dürften nicht den Eindruck erwecken, ihr Urteilsvermögen an Maschinen abzugeben.








