Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mischt sich in die aktuelle Debatte über den Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI) in der Politik ein. »Der Bundespräsident ist überzeugt, dass Politikerinnen und Politiker, denen in Wahlen Verantwortung und Macht übertragen werden, nicht den Verdacht nähren sollten, das eigene Urteilsvermögen an eine maschinelle Texterzeugung abzugeben«, teilte eine Sprecherin des Bundespräsidialamts dem SPIEGEL mit.
Transparenz und die glaubwürdige Bereitschaft, jederzeit das eigene Wort als authentisch einordnen zu können, gehörten zur Integrität der Politik. »Andernfalls würde unsere Demokratie Schaden nehmen«, so die Sprecherin weiter.Eine weitere Gefahr für das Vertrauen in die Demokratie und die Politik besteht laut dem Bundespräsidenten in der missbräuchlichen Verwendung von KI-Anwendungen, etwa zur gezielten Täuschung durch visuelle oder textliche Fälschungen.
Zuletzt hatte es Berichte über Reden und Aufsätze gegeben, die sich der Thüringer Ministerpräsident Mario Voigt und Bundesdigitalminister Karsten Wildberger per KI hatten formulieren lassen. Dies löste eine breite Debatte über den Einsatz von KI bei der Erstellung von Texten aus – in der Politik, aber auch im Journalismus, in der Literatur und der Wissenschaft.










